Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Neue Stromtrasse: Netzbetreiber informiert über geplante Erdkabelverbindung

Interessierte Bürgerinnen und Bürger aus den Kreisen Cloppenburg und Vechta können sich am 10. November online mit den Fachleuten von Amprion austauschen.

Artikel teilen:
So sehen Gleichstrom-Erdkabel aus. Derartige Leitungen werden wohl auch bald im Kreis Cloppenburg verlegt. Foto: dpa/Rehder

So sehen Gleichstrom-Erdkabel aus. Derartige Leitungen werden wohl auch bald im Kreis Cloppenburg verlegt. Foto: dpa/Rehder

Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion lädt zu Informationsveranstaltungen über die geplante Gleichstrom-Erdkabel-Verbindung Korridor B ein, die zu großen Teilen durch das Oldenburger Münsterland verlaufen soll. Wegen der anhaltenden Pandemielage wird der Dialog allerdings nicht persönlich, sondern digital ermöglicht. Heißt: Bürgerinnen und Bürger können sich online über das Projekt informieren und mit Fachleuten von Amprion austauschen.

Das gesamte Trassengebiet ist enorm groß und reicht von Schleswig-Holstein über Niedersachsen bis nach Nordrhein-Westfalen. Deswegen regionalisiert Amprion die Kommunikation und bietet insgesamt vier Veranstaltungen an. Interessenten aus den Landkreisen Cloppenburg und Vechta können am 10. November (Mittwoch) von 18 bis 20 Uhr über die Projektseite https://korridor-b.amprion.net/Termine/ teilnehmen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der 7 Milliarden Euro teure Korridor B soll Windstrom aus Norddeutschland in die Industriezentren im Westen transportieren. Er besteht aus zwei Gleichstrom-Projekten mit einer Nennleistung von jeweils zwei Gigawatt. Eine Trasse führt von Wilhelmshaven über 270 Kilometer nach Hamm, die andere reicht auf einer Länge von etwa 440 Kilometern von Heide in Schleswig-Holstein bis Marl.

Paralleler Verlauf ab Cloppenburg geplant

In beiden Fällen müssen die Leitungen fast zwangsläufig das Oldenburger Münsterland durchqueren. Nicht nur das: Nach aktuellen Vorstellungen von Amprion werden sie sich südlich oder westlich der Stadt Cloppenburg auch kreuzen und gemeinsam Richtung Landkreis Osnabrück weiterlaufen.

Bei den jetzt vorgestellten Korridoren handelt es sich nach Amprion-Angaben um mögliche Varianten, die im weiteren Verlauf noch präzisiert werden. Betroffen wären aktuell nahezu alle Kommunen im Kreis Cloppenburg, während der Kreis Vechta außen vor bliebe.

2022 soll das zweistufige Genehmigungsverfahren eingeleitet werden. Erster Schritt ist die sogenannte Bundesfachplanung. Dabei wird ein 1000 Meter breiter Korridor als Planungsgrundlage für den Verlauf der Erdkabeltrasse festgelegt. Der konkrete Trassenverlauf wird im nachfolgenden Planfeststellungsverfahren festgelegt. Der Zeitplan sieht einen Baubeginn im Jahr 2026 und die Inbetriebnahme 2030 vor.

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Neue Stromtrasse: Netzbetreiber informiert über geplante Erdkabelverbindung - OM online