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Neue Location am Dümmer: In Lembruch entsteht "Stratmanns Haus am See"

Die Hoteliers und Gastronomen Alfons und Kathrin Stratmann haben das ehemalige Hotel Seeblick gepachtet. Die Geschwister wollen die Perle am Ostufer wieder auf Hochglanz polieren.

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Sie bringen Beachhouse-Style an den Dümmer: Die Geschwister Kathrin und Alfons Stratmann aus Lohne eröffnen – sofern es die Corona-Lage zulässt – am 1. Mai in Lembruch das neue "Stratmanns Haus am See". Foto: Timphaus

Sie bringen Beachhouse-Style an den Dümmer: Die Geschwister Kathrin und Alfons Stratmann aus Lohne eröffnen – sofern es die Corona-Lage zulässt – am 1. Mai in Lembruch das neue "Stratmanns Haus am See". Foto: Timphaus

Erst waren es Wasser, Wellen und ein Reisekoffer, dann der Umriss eines Gewässers. Schließlich folgte die Auflösung des kleinen Ratespiels via Social Media: Die Hotelier- und Gastronomenfamilie Stratmann aus Lohne startet ein neues Projekt am Dümmer. Alfons und Kathrin Stratmann eröffnen demnächst an Niedersachsens zweitgrößtem Binnensee das neue "Stratmanns Haus am See".

Gemeinsam mit ihren Eltern Alfons sen. und Maria betreiben die Geschwister bisher Stratmanns Hotel an der Brandstraße. Jetzt kommt das ehemalige Hotel Seeblick in Lembruch hinzu. Alfons und Kathrin Stratmann haben das schmucke Gebäude, das seit fast 5 Jahren leer stand, langfristig von der Seeblick Immobilien GmbH gepachtet. Nach Kernsanierung und Umbau soll es am 1. Mai wieder seine Pforten öffnen – sofern es die Corona-Lage zulässt.

Alfons Stratmann sagt, dass er und seine Schwester schon länger auf der Suche nach einem zweiten Standbein gewesen seien. "Wir hatten Bock, noch etwas Weiteres zu machen – sofern die Bedingungen passen." Beim früheren Hotel Seeblick, das ihnen im Herbst des vergangenen Jahres angeboten wurde, war dies der Fall. "Wir sehen großes Potenzial", sagt Kathrin Stratmann.

Strandidylle vor der Haustür: Wo jetzt noch eine triste Rasenfläche ist, soll am früheren Hotel Seeblick in Kürze eine Beach Bar mit Dünenlandschaft aus Sand entstehen. Foto: RussStrandidylle vor der Haustür: Wo jetzt noch eine triste Rasenfläche ist, soll am früheren Hotel Seeblick in Kürze eine Beach Bar mit Dünenlandschaft aus Sand entstehen. Foto: Russ

Ob der Marissa-Ferienpark als größtes Tourismusprojekt in Niedersachsen in knapp einem Kilometer Entfernung oder der British Yacht Club von Overmeyer Event aus Steinfeld in unmittelbarer Nachbarschaft: Am Dümmer, der lange im Dornröschenschlaf dahindämmerte, hat sich in jüngster Zeit viel getan. Alfons Stratmann sagt: "Am Dümmer ist richtig was entstanden. Er ist mittlerweile ein beliebtes Ausflugsziel, auch für die Menschen in der Region."

Für Kathrin Stratmann wäre das Hotel mit dem namensgebenden Seeblick auch ohne die positive Entwicklung im Umfeld attraktiv gewesen. Dafür spricht aus ihrer Sicht schon allein die fantastische Lage an der Uferpromenade. "Die Verbindung zum Wasser war bei mir schon immer da", sagt die Hotelfachfrau, Event- und Hochzeitsplanerin, die einst auch auf Norderney gearbeitet hat.

35 Hotelzimmer, Restaurant mit 120 Plätzen

Für die Stratmanns ist das frühere Seeblick eine Perle, die sie jetzt wieder auf Hochglanz polieren wollen. Dazu wird der gesamte Komplex samt Außenanlagen renoviert. In den 35 Zimmern – je nach Größe ausgelegt auf Alleinreisende, Paare und Familien – wie auch der Rezeption und dem Restaurant mit 120 Plätzen sollen künftig helle Farben und Naturmaterialien dominieren. "Wir greifen den Dümmer als Naturpark auf." Kathrin Stratmann spricht von Beachhouse-Style – "ein lässiges Haus, in dem sich jeder wohlfühlt".

Entsprechend breit aufgestellt sind die Geschwister auch beim Gästeklientel. "Mit dem Stratmanns Haus am See wollen wir Familien, Geschäftsreisende und Erholungsuchende gleichermaßen ansprechen, ähnlich wie in Lohne", sagt Alfons Stratmann. Ein Tagungs- und Veranstaltungsraum biete sich beispielsweise für die Ausrichtung von Incentive-Events für Firmen an.

Der 33-Jährige führt aus, dass im Untergeschoss ein Spa mit Pool, 3 Saunen, großem Entspannungsbereich und Behandlungsraum entsteht. Die Arbeiten sind voraussichtlich im Herbst abgeschlossen. "Auf Dauer möchten wir Yoga-Retreats anbieten und weitere Angebote rund ums Thema Gesundheit entwickeln", erzählt Kathrin Stratmann. 

Sonnendeck und Beach Bar als Anziehungspunkt

Ein Anziehungspunkt und Hingucker dürften auch das Sonnendeck und die Beach Bar werden. Dazu gestalten die Stratmanns die ehemalige Terrasse mit ebenfalls 120 Plätzen um und schütten zum See hin eine Dünenlandschaft mit Sand auf. 

Zur Höhe der Investitionen möchten die Stratmanns keine Angaben machen. Kathrin Stratmann meint vielsagend: "Man wird die Werte schon sehen."

"Wir sind immer fürs Miteinander, nicht Gegeneinander."Alfons Stratmann, Hotelier und Gastronom aus Lohne

Die Geschwister sprühen vor Ideen, wollen das Projekt zum Start aber nicht überfrachten. "Es wird sich nach und nach entwickeln", sagt die 31-Jährige und verweist auf Überlegungen, perspektivisch E-Bikes zu vermieten und E-Ladestationen für Gefährte aller Art zu installieren.

In der Zukunft könnten in Lembruch auch gemeinsame Events mit anderen Gastronomen aus dem Umfeld stattfinden. "Wir sind immer fürs Miteinander, nicht Gegeneinander", sagt Alfons Stratmann. Mit dem Geschwister-Trio Juliane, Philipp und Simon Overmeyer haben man in der Vergangenheit schon mehrfach erfolgreich zusammengearbeitet.

Aktuell suchen Alfons und Kathrin Stratmann nach Mitarbeitern – 35 werden künftig im Haus am See die Gäste empfangen und ihre Wünsche erfüllen. "Die Resonanz ist gut, Interessierte dürfen sich aber weiterhin jederzeit melden", sagt Kathrin Stratmann. Teamgeist und ein großes Gastgeberherz sind ihr besonders wichtig. Die Pandemie erschwert die Suche. "Es ist kein Probearbeiten möglich. Deshalb muss man sich auf sein Bauchgefühl verlassen", sagt die Lohnerin.

Soft-Opening – Am 1. Mai geht's los

Apropos Corona: Ist es nicht überaus mutig, mitten in einer weltweiten Krise, die die Gastronomie und Hotellerie besonders hart trifft, ein solch ambitioniertes Projekt zu wagen? Kathrin Stratmann sagt: "Wir haben den positiven Blick auf die Dinge bereits in die Wiege gelegt bekommen." Natürlich sei die aktuelle Phase "sehr schwierig", ergänzt ihr Bruder. "Aber wir denken positiv, wie wir es immer getan haben."

Stärker noch als nagende Ungewissheit oder gar Existenzangst brennt in ihnen der Schaffensdrang. "Wir können es gar nicht abwarten, endlich (wieder) loszulegen – sowohl in Lohne als auch am Dümmer", sagt Alfons Stratmann. Er verspricht, dass der obligatorische Tag der offenen Tür nachgeholt werde. "Jetzt wird's am 1. Mai eher ein Soft-Opening."

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