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Neubau der Notaufnahme soll größer und teurer werden

Das Land Niedersachsen soll sich mit etwa 22 Millionen Euro an den Kosten für die Erweiterung des Dammer Hospitals beteiligen. Aus dem Sozialministerium kam der Anstoß zur großen Lösung.

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Dr. Niklas Cruse (Geschäftsführer des Krankenhauses; links) und Christian Calderone (CDU-Landtagsabgeordneter) setzen sich für den großen Anbau ans Dammer Krankenhaus ein. Die Kosten belaufen sich auf 25 Millionen Euro. Foto: Lammert

Dr. Niklas Cruse (Geschäftsführer des Krankenhauses; links) und Christian Calderone (CDU-Landtagsabgeordneter) setzen sich für den großen Anbau ans Dammer Krankenhaus ein. Die Kosten belaufen sich auf 25 Millionen Euro. Foto: Lammert

Der Neubau der Zentralen Notaufnahme des Dammer Krankenhauses St. Elisabeth wird wesentlich größer werden als zunächst veranschlagt. Die Investitionssumme erhöht sich von den ursprünglich geplanten 4,5 auf voraussichtlich 25 Millionen Euro.

Eine erste Ausschreibung ist bereits erfolgt, eine sogenannte Ergänzungsausschreibung ist in Arbeit. Das teilten Krankenhaus-Geschäftsführer Dr. Niklas Cruse und der CDU-Landtagsabgeordnete Christian Calderone, zu dessen Wahlkreis auch Damme und Neuenkirchen-Vörden zählen, im Anschluss an ein Gespräch im Krankenhaus mit. An der Zusammenkunft nahmen auch der Ärztliche Krankenhausdirektor Gustav Peters sowie die Dammer CDU-Kommunalpolitiker Jürgen Osterhues, Frank Hörnschemeyer, Natalie Schwarz und Walter Goda teil.

Zunächst war ein eingeschossiges Gebäude geplant

Ursprünglich war geplant, die neue Notaufnahme als eingeschossiges Gebäude zu errichten. Das Land hat als Fördermittel dafür 11 Millionen Euro zugesagt. Inzwischen sei aber aus dem Sozialministerium in Hannover der Vorschlag gekommen, den Anbau, der ab Mitte 2022 auf dem Gelände des abzureißenden ehemaligen Krankenpflegeschulgebäudes entstehen wird, um 2 Etagen aufzustocken. Dann könnte die Gynäkologie aus dem Altbau in das neue Gebäude verlagert werden.

Damit erhöht sich die Investitionssumme allerdings wesentlich. Christian Calderone erklärte, es gebe Signale aus dem Sozialministerium auf eine Förderung von rund 22 Millionen Euro. An den übrigen Kosten werde sich auch der Landkreis Vechta beteiligen, erklärte Walter Goda, der Mitglied des Kreistages ist.

Bevor aber der Gebäudeabriss starten kann, muss die Krankenhausverwaltung für die 30 bis 40 Mitarbeiter, die ihre Büros in diesem Trakt haben, neue Räume innerhalb des Krankenhauses finden. Die Suche werde jetzt beginnen, sagte Dr. Cruse.

Goda: Krankenhausstandort wird gestärkt

Am Ende der Arbeiten soll das Krankenhaus auch über eine Interdisziplinäre Notfallambulanz verfügen. Das bedeute für den Krankenhausstandort eine wesentliche Stärkung, sagte Walter Goda. Die Zahl der Betten werde sich insgesamt aber nicht erhöhen, hieß es.

Ferner ging es bei dem Treffen der Politiker mit den Krankenhausvertretern um die neurologische Versorgung. Pläne, im Cloppenburger Krankenhaus eine Neurologie zu eröffnen, sind in Damme und auch bei Christian Calderone nicht gut angekommen.

Der Landtagsabgeordnete verwies erneut darauf, es falle immer schwerer, Fachpersonal für neurologische Abteilungen zu finden. Zudem wachse die Patientenzahl zum Glück nicht unermesslich.

Cruse setzt bei Neurologie auf Kooperation

Allerdings, konstatierte der Landtagsabgeordnete, gebe es im nördlichen Gebiet des Landkreises Cloppenburg hinsichtlich der Neurologie eine Versorgungslücke. Ungeachtet dessen gelte es, die Neurologische Station in den Krankenhäusern Damme und Quakenbrück, die schon seit langem kooperieren, zu stärken und nicht zu schwächen. Er werde sich dafür einsetzen, dass sich das Krankenhaus St. Elisabeth in der medizinischen Versorgung auch in Zukunft spezialisieren könne.

Dr. Cruse erklärte, er werde sich dafür einsetzen, wegen einer möglichen Neurologie in Cloppenburg in Zusammenarbeit mit den katholischen Krankenhäusern in der Umgebung eine Lösung zu finden.

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