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Nach Corona-Ausbruch: Geestland schlachtet wieder

Der Wildeshauser Betrieb darf nach gut zwei Wochen Zwangspause wieder mit der Produktion starten. Am Freitag wurde die Beschäftigten zuletzt auf Infektionen getestet. Es gab drei neue Fälle.

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Die Geestland-Mitarbeiter können wieder an die Arbeit gehen. Archivfoto: M. Niehues

Die Geestland-Mitarbeiter können wieder an die Arbeit gehen. Archivfoto: M. Niehues

Ab diesem Montag darf nach einem Corona-Ausbuch beim Putenverarbeiter Geestland in Wildeshausen wieder geschlachtet werden. Dem Vernehmen nach wurden allerdings schon am Sonnabend die ersten Puten geschlachtet und eingefroren. Damit solle den Erzeugern geholfen werden, die zu viele schlachtreife Tiere in ihren Ställen hatten, berichtet die Wildeshauser Zeitung.

In Rücksprache mit den zuständigen Behörden wurden demnach bei Geestland am Freitag erneut alle 949 Beschäftigten auf das Coronavirus getestet. Es gab 15 positive Ergebnisse, darunter aber nur drei neue, teilt die Kreisverwaltung mit.

Die übrigen zwölf Personen seien schon in der 26. Kalenderwoche positiv getestet worden. Zwei der Neuinfizierten wohnen in einem Nachbarlandkreis, der dritte im Kreis Oldenburg. Für alle 15 positiv Getesteten verlängert sich nun die Quarantäne um weitere 14 Tage.

Alle negativ getesteten Beschäftigen dürfen wieder arbeiten

Ebenfalls am Freitag getestet: elf Mitarbeitende des Kreis-Veterinäramtes, die auf Schlachthöfen zur Kontrolle eingesetzt werden. Von ihnen hat sich keiner mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Das Gleiche gilt für bereits am Mittwoch durch den Landkreis Diepholz getestete Personen, die in Wagenfeld wohnen - insgesamt 167.

Der Geschäftsführer von Geestland Putenspezialitäten, Norbert Deeken, sagte der Wildeshauser Zeitung, im Laufe der kommenden Woche könnten alle Beschäftigten wieder arbeiten, die nach der 14-tägigen Quarantäne negativ getestet würden.

Vor knapp zwei Wochen wurde der zur PHW-Gruppe (Wiesenhof) gehörende Schlacht- und Zerlegebetrieb komplett heruntergefahren, nachdem für die rund 1 100 Mitarbeiter und deren direkte Kontaktpersonen vom Landkreis Oldenburg Quarantäne angeordnet worden war. Bei 1183 Testergebnissen waren 46 positive Fälle einer Coronavirus-Infektion festgestellt worden. Es soll weiterhin Tests geben, und das Lüftungskonzept sei überarbeitet worden, um die Luft so weit wie möglich keimfrei zu halten, erklärte Geschäftsführer Deeken.

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