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Nach Bartz' Abgang: Dinklage sucht neuen Citymanager

Die Dinklager Bürgeraktion möchte den Posten wieder besetzen. Dafür will sie Tempo machen. Den scheidenden Citymanager Alexander Bartz zieht es nämlich nach Berlin um.

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Von Dinklage in den Bundestag: Alexander Bartz. Foto: Klöker

Von Dinklage in den Bundestag: Alexander Bartz. Foto: Klöker

Nach dem kurzfristigen Abgang des bisherigen Citymanagers Alexander Bartz in den Deutschen Bundestag will sich die Dinklager Bürgeraktion zügig auf die Suche nach einem Nachfolger machen. „Wir werden uns jetzt vom Vorstand zusammensetzen, um schnell einen neuen Citymanager zu finden“, erklärte der Vorsitzende Joseph Behrens. Konkretes könne er noch nicht sagen. Wahrscheinlich werde man Gespräche mit den Personen führen, die sich neben Alexander Bartz ebenfalls um die Stelle des Citymanagers beworben hatten. Vielleicht werde man die Stelle auch wieder ausschreiben.

Fest steht: Die Bürgeraktion möchte die Stelle des Citymanagers wieder besetzen. Die hinter vorgehaltener Hand geäußerte Kritik von Unternehmern, Bartz sei zu sehr Politiker gewesen und habe zu wenig die Einzelhändler-Sicht verstanden, darauf wollte Behrens nicht eingehen. Nur so viel: „Es fing gerade an, sich zu entwickeln. Die Eingewöhnungszeit für einen Citymanager dauert vielleicht doch länger als gedacht.“

Alle laufenden Projekte können weitergeführt werden

Ob das Stellenprofil anders aussehen müsse, ob die Stelle ein Dinklager besetzen müsse oder nicht – das seien weitere Fragen, die der Vorstand der Bürgeraktion nun besprechen müsse. Joseph Behrens bedauerte jedenfalls den Bartz-Abgang und betonte, dass der Oyther immer mit offenen Karten gespielt habe. Wenn er in den Bundestag nachrücken könne, werde er dieses Amt annehmen. Das hatte der 38-Jährige auch gegenüber OM-Online immer betont.

Behrens erklärte unterdessen: Alle derzeit laufenden Projekte könnten nathlos weitergeführt werden. Der ehrenamtliche Vorstand werde sich nun wieder stärker den Aufgaben des Citymanagements widmen. „Aber wir haben in der Vergangenheit ja gezeigt, dass wir das können“, sagte Joseph Behrens.

Stelle des Citymanagers wurde erst im Januar neu geschaffen

Dinklages Bürgermeister Carl Heinz Putthoff wollte auf Nachfrage die Personalie nicht kommentieren. Nur soviel: Dass er von OM-Online über den Bartz-Abgang erfahren habe (und nicht von der Bürgeraktion), darüber sei er schon enttäuscht.

Die Stelle des Citymanagers wurde zum 1. Januar 2022 neu geschaffen. Er ist bei der Bürgeraktion angestellt, bezahlt wird er aber von der Stadt Dinklage – bis Ende 2026 mit 60.000 Euro jährlich. Seine Hauptaufgabe sollte darin bestehen, den Leerstand in der Stadt zu bekämpfen. Alle Parteien waren für die Einstellung eines Citymanagers, wenngleich es damals Ärger um die Finanzierung gab. Die Opposition störte sich daran, dass die Stadt die Stelle zu 100 Prozent finanziert – und die Kaufmannschaft keinen eigenen Beitrag leisten muss.

Sozialdemokrat Alexander Bartz rückt für den Abgeordneten Falko Mohrs aus Wolfsburg in den Bundestag nach, der in Niedersachsen Minister für Wissenschaft und Kultur wird.

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