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Mut zum Wandel mit weniger Handel

Thema: Neue Konzepte für Innenstädte – Corona und die derzeitige Konsumflaute beschleunigen den Niedergang des stationären Einzelhandels. Die Kommunen müssen jetzt handeln.

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Die Innenstadt der Gegenwart ist schon bald Vergangenheit. Der stationäre Einzelhandel hat seinen Zenit überschritten. Die Corona-Lockdowns haben die Entwicklung zum Online-Handel nur beschleunigt. In der nicht mehr fernen Zukunft bietet eine funktionierende Innenstadt eine Mischung aus Handel, Gastronomie, sozialen Einrichtungen, Kultur und Freizeit. Oder sie stirbt aus.

Rezepte gegen das Aussterben gibt es, sie müssen nur konsequent angewandt werden. Das fällt besonders den Kommunen schwer, in denen der Handel noch funktioniert, wie in Vechta und Cloppenburg. Dort, wo die Not größer ist, wie in Lohne, sind die Verantwortlichen mutiger. Dabei ist es besonders wichtig, jetzt zu handeln, in einer Zeit, in der die Steuereinnahmen aus dem Gewerbe noch sprudeln. Die Stadt Vechta hat immerhin einen Schritt getan und bei einem Hackathon Ideen gesammelt, wie die City der Zukunft aussehen könnte.

"Es geht nicht darum, den letzten Handel aus der Innenstadt zu verdrängen."Stefan Freiwald

Um eins klarzustellen: Es geht nicht darum, den letzten Handel aus der Innenstadt zu verdrängen. Im Gegenteil: Die, die es auch in 10 oder 20 Jahren schaffen, sich über Service oder durch Erlebnischarakter zu halten, sollen gestärkt werden durch vielfältige andere Angebote, die die Menschen dazu bringen, in die City zu kommen.

Die Innenstädte müssen also mehrdimensional gedacht werden – auch aus einem anderen Grund: Wegen der erfreulichen Bestrebungen der Kommunen, klimaneutral zu werden, muss der Autoverkehr konsequent ausgebremst werden. Das schafft wiederum mehr Aufenthaltsqualität und stärkt die City. Nur Mut!

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