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Modehaus Brand-Nordmann schließt nach 135 Jahren

Beate und Georg Breiler führen das Haus in Essen in vierter Generation. Die Pandemie hat das Geschäftsleben komplett verändert. Nun kommt die Schließung.

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Noch bis Ende März geöffnet: Das Modehaus Brand-Nordmann an der Langen Straße gab es mehr als 135 Jahre. Foto: G. Breiler

Noch bis Ende März geöffnet: Das Modehaus Brand-Nordmann an der Langen Straße gab es mehr als 135 Jahre. Foto: G. Breiler

Das Essener Modehaus Brand-Nordmann schließt Ende März endgültig seine Türen. Diese Entscheidung habe mehrere Gründe, teilten Beate und Georg Breiler mit, die das Haus in vierter Generation führen. Die Konkurrenz durch den Online-Handel sei groß und mache sich seit Jahren im Umsatz bemerkbar. Die neu geschaffene Umgehungsstraße haben die Frequenz im Ort sinken lassen. Als dann der Umbau der Langen Straße erfolgte, sei der Umsatz noch weiter eingebrochen.

„Dass dann auch noch zwei Lockdowns kommen würden, damit hatte nun wirklich niemand gerechnet“, sagen Beate und Georg Breiler. Doch die Pandemie verändere das Geschäftsleben komplett. Da im Modeeinzelhandel ein Jahr im Voraus geordert werden müsse, seien der Geschäftsführung die wachsende Unsicherheit, das damit verbundene finanzielle Risiko und die unsichere Zukunft zu groß geworden. Daher habe man sich entschlossen, das Geschäft zu schließen.

1983 wurde das Geschäft auf etwa 400 Quadratmeter Verkaufsfläche verdoppelt

Gegründet wurde das Modehaus vom Viehkaufmann und Gastwirt Franz Brand. Im Jahre 1937 wurde das Geschäft von Clemens Nordmann und Mimi Nordmann (geborene Brand) übernommen und in die heutige Firmierung Brand-Nordmann umbenannt.

1954 übernahmen Ulla Tiemann (geb. Nordmann) und ihr Mann Clemens das Modehaus und vergrößerten das Sortiment in den 1960er Jahren um eine Konfektionsabteilung. 1955 erhielt das Geschäft eine neue Fassade, in die eine moderne Schaufensterfront integriert wurde. 1983 wurde das Geschäft auf etwa 400 Quadratmeter Verkaufsfläche verdoppelt.

In vierter Generation übernahmen zum Jahreswechsel 2000 die Tochter des Hauses, Beate Breiler und ihr Mann Georg die Leitung des Modehauses. Beide waren zuvor als Einkäufer in einem der größten Warenhäuser in München tätig gewesen. Umstrukturierungen, Umbau der Sortimente und ein großes Abendkleider-Studio wurden eingerichtet. Diverse sehr gut besuchte Modenschauen waren ab diesem Zeitpunkt ein fester Bestandteil des Geschäftslebens. Bis zum 31. März ist das Modehaus noch geöffnet.

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