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Ministerium lässt 58 Schlachthöfe kontrollieren

Amtliche Kontrolleure überprüfen Schlachtbetriebe in den Kreisen Vechta und Cloppenburg auf die Einhaltung von Hygienevorschriften und tierschutzrechtliche Vorgaben.

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Das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium ließ landesweit 58 Schlachthöfe kontrollieren. Foto: Böhlefeld / pixelio

Das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium ließ landesweit 58 Schlachthöfe kontrollieren. Foto: Böhlefeld / pixelio

Das Landwirtschaftsministerium hat jetzt mitgeteilt, dass vom 12. November 2018 bis zum 26. März 2020 bei unangekündigten amtlichen Kontrollen in 58 niedersächsischen Schlachtbetrieben in fast jedem Unternehmen Mängel im Bereich Tierschutz und Hygiene festgestellt wurden. Insgesamt 62 Kontrollen wurden durchgeführt.

Zehn Betriebe zeigten keine, zehn Betriebe aber auch schwerwiegende Mängel in der Hygiene, so das Ministerium auf Anfrage. Auch vorgeschriebene Dokumentationen fehlten oft. Untersucht wurden insbesondere tierschutzrechtliche Vorgaben, wie etwa die Betäubungstechnik und der Umgang mit den Schlachttieren. In einem Fall sei ein Verfahren zum Aussetzen/Entzug der Zulassung vorgesehen. Die Kontrollen werden fortgesetzt, kündigte das Ministerium an.

Kreis Vechta: Nur kleine Abweichungen von den rechtlichen Vorgaben

Im Kreis Vechta wurden von Dezember 2018 bis Dezember 2019 Kontrollen in den fünf großen Schlachtbetrieben (Schwein, Rind, Masthähnchen) durchgeführt, erklärt Sprecherin Eva Dorgelo. Tierärzte des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) und Veterinäre des Kreises hätten kontrolliert. Ergebnis: In allen fünf Betrieben wurden „kleinere Abweichungen von den rechtlichen Vorgaben festgestellt.“ In keinem der überprüften Schlachtbetriebe gab es aber „schwerwiegende Mängel“.

Kreis Cloppenburg: Mängel an Betäubungszangen und Verschleiß an Bolzenschussgeräten

Auch in sechs Schlachthöfen im Kreis Cloppenburg wurden von Februar bis August 2019 Kontrollen durchgeführt, sagt Sprecher Frank Beumker. Kritik gab es unter anderem am tierschutzgemäßen Ablauf der Schlachtung. So wurden etwa Mängel an den Betäubungsgeräten selbst wie abgenutzte Elektroden der Betäubungszange oder Verschleiß an den Bolzenschussgeräten sowie ein verlängerter Zeitraum zwischen Betäubung und Entbluteschnitt festgestellt. In drei Betrieben gab es keine Beanstandungen. Kein Schlachthof musste seine Arbeit einstellen.

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