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Ministerium: 11 Euro Mindestlohn in Fleischindustrie kommt am 1. Januar

Gewerkschafter hatten Druck auf die Branche gemacht. Jetzt will der Bund die Vereinbarung der beiden Seiten mit einer Verordnung verbindlich machen.

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Mehr Geld fürs Schlachten: In der Schlachtbranche soll der Minimallohn bald über dem gesetzlichen Mindestlohn liegen. Foto: dpa/Krato

Mehr Geld fürs Schlachten: In der Schlachtbranche soll der Minimallohn bald über dem gesetzlichen Mindestlohn liegen. Foto: dpa/Krato

Das Bundesarbeitsministerium (BMAS) hat den im Sommer vereinbarten bundeseinheitlichen Tarifvertrag für Mindestbedingungen in der Fleischwirtschaft für allgemeinverbindlich erklärt. Damit gilt in der Branche ab dem 1. Januar 2022 ein Mindestlohn von 11,00 Euro, wie das Ministerium am Freitag der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Eine entsprechende Verordnung werde am 30. Dezember 2021 im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die Branche hatte im Sommer zusammen mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) erstmals einen Mindestlohntarifvertrag ausgehandelt. "Wir freuen uns, dass das BMAS diesen nun für allgemeinverbindlich erklärt hat und der Vertrag damit wirksam wird. Damit steigt der Einstiegslohn für einfache Hilfstätigkeiten, zum Beispiel in der Verpackung, in unserer Branche zum 1. Januar auf 11 Euro und liegt dann 1,40 Euro über dem gesetzlichen Mindestlohn", sagte Tönnies-Personalvorstand Martin Bocklage zu der Entscheidung in Berlin. Tönnies mit Sitz in Rheda-Wiedenbrück in Ostwestfalen ist Deutschlands größtes Schlachtunternehmen.

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