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Ministerin verurteilt mutmaßliche Schweine-Misshandlung

In 2 Schweinemastbetrieben im Landkreis Grafschaft Bentheim sind Tiere massiv vernachlässigt worden. Darauf reagiert jetzt Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU).

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Verurteilt die Missstände ausdrücklich: Die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU). Foto: dpa

Verurteilt die Missstände ausdrücklich: Die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU). Foto: dpa

Nach der Veröffentlichung von Videoaufnahmen aus 2 Schweinemastbetrieben im Landkreis Grafschaft Bentheim, die kranke und vernachlässigte Tiere zeigen, hat Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) reagiert. Die Videoaufnahmen seien erschreckend, teilte die Christdemokratin am Donnerstag mit. Sie verurteile solche Missstände ausdrücklich. "Tiere sind Mitgeschöpfe, die von uns Achtung und Fürsorge erhalten müssen", erklärte sie.

Laut Deutschem Tierschutzbüro zeigen die Aufnahmen zum Teil sehr verdreckte Stallungen und Buchten, verletzte und abgemagerte Tiere mit blutigen Ohr- und Schwanzverletzungen. Kranke und verletzte Tiere seien von den Landwirten nicht ordnungsgemäß vom Tierarzt behandelt worden. Das zuständige Kreisveterinäramt in Nordhorn sei informiert worden, bei der zuständigen Staatsanwaltschaft in Oldenburg sei Strafanzeige gestellt worden. Auch die Schlachtunternehmen Tönnies, Goldschmaus, Tümmel, Vion und Westfleisch seien informiert worden.

Tierschützer schalten Anzeige gegen 3 Betriebe mit Videomaterial

Ein Landkreissprecher sagte, am 19. November seien anonyme Anzeigen gegen vier Schweinemastbetriebe eingangen, weswegen es an 3 Tagen in der vergangenen Woche Überprüfungen gegeben habe. Am 2. Dezember sei eine Anzeige gegen 3 Betriebe und Videomaterial eingegangen, was ausgewertet werde. Eine Stellungnahme zu den Vorwürfen der Tierschützer könne die Behörde noch nicht abgeben, da die Berichte aus der Überprüfung noch nicht fertig gestellt seien.

Bei der Staatsanwaltschaft Oldenburg war die Anzeige der Tierschützer noch nicht eingangen, sagte ein Sprecher. "Wir haben die Berichterstattung aber zum Anlass dafür genommen, dort um möglichst umgehende Übersendung aller vorliegenden Informationen zu bitten." Das ARD-Magazin "Plus-Minus" hatte über die Vorwürfe berichtet.

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