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Milliardenprogramm: Altmaier legt Eckpunkte vor

Unterstützung beim Strukturwandel: Viele Autozulieferer sind in einer gefährlichen Lage. Die Corona-Krise hat die Autonachfrage einbrechen lassen. Zugleich müssen viele Firmen digital aufrüsten.

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Peter Altmaier (CDU), Bundesminister für Wirtschaft und Energie. Foto: dpa/Nietfeld

Peter Altmaier (CDU), Bundesminister für Wirtschaft und Energie. Foto: dpa/Nietfeld

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat Eckpunkte für ein Milliardenprogramm vorgelegt, um Autozulieferer beim Strukturwandel zu unterstützen. Dieses soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur die Transformation beschleunigen, die Innovationskraft stärken und die Nutzung von Daten voranbringen. Im Wirtschaftsministerium geht man davon aus, dass das Programm zum 1. Januar 2021 in Kraft treten kann. Die Vorschläge gehen nun in die Ressortabstimmung. Für das Programm sollen bis 2024 insgesamt zwei Milliarden Euro zur Verfügung gestellt werden.

Viele Zulieferer sind in einer gefährlichen Lage. Die Corona-Krise hat die Autonachfrage einbrechen lassen, zudem müssen die Firmen viel Geld in neue Antriebe und die Digitalisierung stecken.

In Niedersachsen ist die Branche der größte industrielle Arbeitgeber, allein hier beschäftigt sie etwa eine Viertelmillion Menschen. Die Metallarbeitgeber hatten vergeblich gefordert, die erweiterten Prämien für Elektro- und Hybridautos auch für moderne Verbrenner zur Verfügung zu stellen - sie kritisierten deren Nichteinschluss und sahen eine vertane Chance zu einer raschen Rettung der Branche.

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte sich ebenfalls für mehr Kaufanreize stark gemacht. "Diese Betriebe müssen nicht nur die Transformation hin zur Digitalisierung und zur Elektrifizierung bewältigen, sondern auch mit stark zurückgehenden Verkaufszahlen im Automobilbereich kämpfen", sagte er. In Niedersachsen wurde ein Projekt für "Transformationslotsen" gestartet, bei dem Arbeitgeber und Gewerkschaften zusammen Qualifizierungsangebote fördern.

Die große Koalition hatte sich im Juni im Zuge ihres Konjunkturpakets auf ein "Bonus-Programm" verständigt. Es soll nach dpa-Informationen auf drei Säulen stehen. Zum einen sollen Investitionen in neue Anlagen, in die Industrie 4.0 und den Umweltschutz gefördert werden. Damit soll der Wandel der Produktion unterstützt werden. Zum anderen geht es um die Erforschung und Entwicklung von Innovationen wie neue Antriebe. Außerdem sollen "Innovationscluster" aufgebaut werden.

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