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Mehr als jede 4. Lehrstelle bleibt offen

Immer mehr Ausbildungsstellen im Oldenburger Münsterland bleiben unbesetzt. Erfreulich dagegen: Die Zahl der Betriebe in Kurzarbeit geht zurück. Die Behörde meldet für August weniger Arbeitslose.

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Symbolfoto: Chowanietz

Symbolfoto: Chowanietz

Der Arbeitsmarkt im Oldenburger Münsterland erholt sich weiter von den Auswirkungen der Corona-Pandemie, kommentiert Tina Heliosch, Leiterin der Agentur für Arbeit Vechta, die Entwicklung in einer Mitteilung der Behörde vom Dienstag. Allerdings blieben im August aufgrund der Ferien- und Urlaubszeit Neueinstellungen und Entlassungen in den Betrieben eher verhalten, ergänzte Heliosch.

Mit insgesamt 7642 Personen waren im August den Angaben zufolge bei den Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit und den Jobcentern Vechta und Cloppenburg 72 Arbeitslose (0,9 Prozent) weniger gemeldet als im Juli. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,0 Prozent, während sie im gleichen Monat des Vorjahrs 4,8 Prozent betrug. Im Vergleich zum August 2020 sank die Arbeitslosigkeit um 1490 (16,3 Prozent). Nur im Bezirk Friesoythe stieg die Zahl der Arbeitslosen um 31 auf 1734 an. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,4 Prozent, wie die Behörde schreibt.

Sorgen bereitet etlichen Unternehmen die Suche nach Auszubildenden. Von 3166 Ausbildungsstellen, die der Arbeitsagentur gemeldet wurden, sind noch 889, also mehr als jede vierte, unbesetzt. Das ist eine Steigerung an unbesetzten Lehrstellen von rund 20 Prozent, teilt die Agentur mit. 

Die Zahl der Kurzarbeitenden geht nach Ende des Lockdowns weiter deutlich zurück, heißt es von der Behörde. Demzufolge zeigten 22 Betriebe im Oldenburger Münsterland für 182 Beschäftigte Kurzarbeit an. Der überwiegende Teil der neu gestellten Anzeigen entfalle auf Betriebe, die bereits zu einem vorherigen Zeitpunkt Kurzarbeit angezeigt hätten. Die Anzeige müsse immer um 3 Monate erneuert werden. Ob sie tatsächlich in Anspruch genommen werde, könne also erst 3 Monate später festgestellt werden. 

Der Agentur liegen inzwischen die tatsächlich abgerechneten Daten für Februar vor: Demnach haben im Oldenburger Münsterland 1433 Betriebe für 8892 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Kurzarbeit abgerechnet. Im Vormonat Januar waren es 1383 Betriebe für 8036 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Unter den Kurzarbeitenden im Februar waren den Angaben zufolge 4702 Frauen und 4190 Männer.

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