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Maßnahmen gegen hohe Energiepreise: Gerdesmeyer sagt Kunststoffbranche Unterstützung zu

Der Vechtaer Landrat will in der energieintensiven Industrie den Bürokratieabbau voranbringen. In vielen Fällen gehe es bereits um die Existenzgefährdung.

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Stehen gemeinsam für bezahlbare Energie ein: (von links) Landrat Tobias Gerdesmeyer, Martin Burwinkel (Geschäftsführer ZWT), Jens Burwinkel (Geschäftsführer EFTEX Zubehörtechnik) und Stefan Breitenstein (Burwinkel).  Foto: Burwinkel

Stehen gemeinsam für bezahlbare Energie ein: (von links) Landrat Tobias Gerdesmeyer, Martin Burwinkel (Geschäftsführer ZWT), Jens Burwinkel (Geschäftsführer EFTEX Zubehörtechnik) und Stefan Breitenstein (Burwinkel).  Foto: Burwinkel

Bei einem Besuch der Firma Burwinkel hat sich Vechtas Landrat Tobias Gerdesmeyer über die aktuelle Lage in der Kunststoffindustrie informiert. Die Hersteller leiden demnach unter den erheblich gestiegenen Energiepreisen. Gerdesmeyer schloss sich dabei dem Vorstoß der regionalen Kunststoffbranche an, weitere politische Maßnahmen gegen die hohen Gas- und Strompreise zu ergreifen.

So hatte Geschäftsführer Martin Burwinkel, Vorsitzender des Forschungsverbundes Zentrum für Werkstoffe und Technik (ZWT), unter anderem eine Entkopplung der Strompreise vom Gasmarkt und schnellere Genehmigungsverfahren für die Nutzung von Sonnen- und Windenergie eingefordert. In der Kritik steht auch das Merit-Order-System – ein Preisbildungsmechanismus, der derzeit zu extrem hohen Energiepreisen führt.

"Wir müssen alles tun, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen zu erhalten. Das gilt besonders für energieintensive Branchen wie die Kunststoffindustrie, an der rund 8000 Arbeitsplätze in unserer Region hängen."Tobias Gerdesmeyer, Landrat im Kreis Vechta

„Neben den Privathaushalten ist auch unsere Wirtschaft erheblichen Belastungen ausgesetzt. Wir müssen alles tun, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen zu erhalten. Das gilt besonders für energieintensive Branchen wie die Kunststoffindustrie, an der rund 8000 Arbeitsplätze in unserer Region hängen. Es braucht schnelle und pragmatische Hilfen. Es geht nicht nur darum, dass die Betriebe wettbewerbs- und investitionsfähig bleiben. Es geht in vielen Fällen auch um die bloße Existenz“, so Gerdesmeyer.

Immer mehr Betriebe wollten auf regenerative Energien umsteigen, sähen sich aber mit hohen bürokratischen Hürden konfrontiert. Die Verfahren müssten nach Meinung des Landrates deutlich vereinfacht und beschleunigt werden. Die Kunststoffbranche sei für den Wirtschaftsstandort Vechta unverzichtbar, unterstrich Gerdesmeyer. Und Burwinkel appellierte an die Politik: „Lasst den Worten Taten folgen. Gebt uns endlich Möglichkeiten, um autark zu werden, lieber heute als morgen.“

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