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Malermeister Ludger Siemer wirbt für die Ausbildung

Seinen Traum von der Selbstständigkeit hat sich der 57-Jährige bereits vor fast 20 Jahren erfüllt. Dass das Handwerk weiter goldenen Boden hat, steht für ihn fest.

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Heimische Aufträge sind ihnen die liebsten: Da sind sich Malermeister Ludger Siemer (links) und Lastrups Bürgermeister Michael Kramer einig. Kramer übergab Siemer jetzt einen Förderbescheid des Landkreises Cloppenburg über 10.000 Euro.  Foto: G. Meyer

Heimische Aufträge sind ihnen die liebsten: Da sind sich Malermeister Ludger Siemer (links) und Lastrups Bürgermeister Michael Kramer einig. Kramer übergab Siemer jetzt einen Förderbescheid des Landkreises Cloppenburg über 10.000 Euro.  Foto: G. Meyer

Viele Jahre lang hat sie die neuesten Modelle eines Kölner Autoherstellers beherbergt. Jetzt dient die ehemalige Ausstellungshalle zum Lagern von Farben und Pinseln. Malermeister Ludger Siemer hat sie von Essen ins Hemmelter Gewerbegebiet versetzen lassen, denn zu Hause war es für seinen Betrieb inzwischen zu klein geworden.

"Wer jetzt keine Aufträge bekommt, macht etwas falsch", sagt Siemer. Über mangelnde Arbeit kann er sich nicht beklagen. Der 57-Jährige nimmt private wie öffentliche Aufträge an. 2002 hatte er sich selbstständig gemacht. 2 Jahre später folgte der Meistertitel als Maler- und Lackierer. Inzwischen beschäftigt er 3 Mitarbeiter. Gern würde Siemer weitere anstellen, aber die sind nicht so leicht zu finden. Dabei sei sein Handwerk ein Beruf mit Zukunft. "Wer nicht gerade 2 linke Hände hat, kann ihn gut erlernen", sagt er. 

Siemer malte schon Halle in Madrid aus

Und dabei ganz ordentlich herumkommen. Bis Bremen reicht der Wirkungskreis zurzeit, doch Siemer hat auch schon im weit entfernten Madrid den Pinsel geschwungen. Wie das kam? Er kannte den Chef einer Baumarktkette, die gerade eine Filiale in der spanischen Hauptstadt eröffnen wollte. Mit dem Maler-Bulli ging es auf die lange Reise. Zum Weltenbummler hat das den Essener aber nicht gemacht. Er freue sich am meisten über Aufträge aus der Umgebung.

Die heimischen Handwerker zu schützen, ist auch ein Anliegen von Michael Kramer. Lastrups Bürgermeister überbrachte Siemer einen Förderbescheid des Landkreises über 10.000 Euro. Kramer bemängelt vor allem die öffentlichen Ausschreibungsverfahren, bei denen die Betriebe aus der eigenen Gemeinde immer wieder ins Hintertreffen gerieten. "Wenn die Angebote der auswärtigen Konkurrenz nur geringfügig niedriger sind, müssen wir sie vorziehen", bedauert der Verwaltungschef. Er schlägt dagegen die Einführung eines Bonussystems vor, das die Nähe des Betriebes zur Baustelle auch aus Klimaschutzgründen honoriert. 

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