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Lockdown ist ein schwerer Schlag für den Einzelhandel

Viele Geschäfte im Landkreis Vechta reagieren mit erweiterten Öffnungszeiten. Sie rechnen mit einem Ansturm an den letzten Tagen.

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Lange Schlangen bildeten sich am Samstag vor den Geschäften in der Innenstadt. Foto: M. Niehues

Lange Schlangen bildeten sich am Samstag vor den Geschäften in der Innenstadt. Foto: M. Niehues

Zum Eindämmen der sich weiter stark ausbreitenden Corona-Pandemie wird das öffentliche und private Leben in Deutschland schon ab Mittwoch (16. Dezember) drastisch heruntergefahren. Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder haben am Sonntag beschlossen, dass vom 16. Dezember bis zum 10. Januar der Einzelhandel mit Ausnahme der Geschäfte für den täglichen Bedarf schließen muss. In diesem Zeitraum sollen auch Schulen grundsätzlich geschlossen oder die Präsenzpflicht ausgesetzt werden. Lockerungen der strengen Kontaktbeschränkungen gibt es zu Weihnachten für Feiern im Familienkreis, nicht aber zum Jahreswechsel.

Für den Einzelhandel hat der erneute Lockdown gravierende Folgen. Schließlich sind die Wochen vor Weihnachten die umsatzstärkste Zeit im Jahr. Das zeigt sich auch in den Einkaufsorten im Landkreis Vechta, wo die Kundenfrequenz in den vergangenen Tagen spürbar zugenommen hat. „Der Lockdown ist schon ein harter Schlag für den Einzelhandel, aber es geht nicht anders“, kommentierte Peter gr. Beilage, Vorsitzender des Stadtmarketingvereins „Moin Vechta“, die Nachricht aus Berlin.

Foto: M. NiehuesFoto: M. Niehues

Der Unternehmer hat zuletzt ein wesentlich erhöhtes Besucheraufkommen in der Kreisstadt registriert, viele Menschen hätten vor den Geschäften Schlange stehen müssen. Er vermutet, dass es an den noch verbleibenden Öffnungstagen zu einem Ansturm kommt. Damit rechnet auch Michael Rechtien als Vorsitzender des Handel- und Gewerbevereins Damme: „Die Kunden werden die Tage nutzen, um die restlichen Weihnachtsgeschenke einzukaufen.“

Händler bieten Abhol- und Lieferservice

Um das Kundenaufkommen zu entzerren und die letzten Verkaufsmöglichkeiten auszuschöpfen, wollen viele Geschäfte ihre Öffnungszeiten ausdehnen. In Vechta würden etliche Läden am Montag und Dienstag bis 20 Uhr öffnen, teilte gr. Beilage nach Rücksprache mit Mitgliedsbetrieben mit. Ähnliches Bild in Damme: Dort würden Geschäfte durchgehend bis 20 Uhr öffnen, berichtete Rechtien. Andere Verbände und Händler im Landkreis dürften den Beispielen folgen.

Foto: M. NiehuesFoto: M. Niehues

Wie schon beim ersten Lockdown im Frühjahr wollen viele Händler ihren Abhol- und Lieferservice intensivieren. Waren werden auf Wunsch nach Hause gebracht, um dem Online-Handel Paroli zu bieten. „Wir versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Die Kunden sollen wissen, dass wir den Service auch vor Ort anbieten“, so Rechtien weiter. Gleichwohl dürften einige zunächst geplante publikumswirksame Aktionen hinfällig werden.

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