Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

"Legendenbildungen und Falschinformation"

Der Vorsitzende Sven Stratmann appelliert in einen offenem Brief an die Mitglieder des C-Port-Verbandsausschusses, seriös mit Informationen umzugehen.

Artikel teilen:
Sven Stratman. Foto: MT-Archiv

Sven Stratman. Foto: MT-Archiv

„Die aktuellen Wochen sind für uns und unseren C-Port eine große Herausforderung. Zwei millionenschwere Großprojekte, wie es sie in unserem Industrie- und Gewerbepark seit Eröffnung noch nicht gegeben hat, stehen vor der Entscheidung und dann auch zur Realisierung an“, mit diesen Worten hat sich der Vorsitzende des Zweckverbandes des Interkommunalen Industrieparks, Friesoythes Bürgermeister Sven Stratmann, in einem offenen Brief an die Mitglieder des Verbandsausschusses gewandt.

Chancen und Risiken wurden umfangreich diskutiert

Die Chancen und Risiken beider Projekte hätten sie in den vergangenen zwei Jahren umfangreich diskutiert. Dabei hätten nicht immer alle gewählten Vertreter der Bevölkerung ein Bild abgegeben, das „für Verlässlichkeit, Aufrichtigkeit und Seriösität im Umgang mit Informationen steht“, schreibt Stratmann. Mediale „Inszenierungen und Auftritte“ in den sozialen Medien hätten zur Verunsicherung eines Teils der Menschen in der Region geführt und „das trotz der Tatsache, dass wir gemeinsam in Corona-Zeiten eine Informationskampagne umgesetzt haben, wie sie bisher für Ansiedlungsprojekte im Vorstadium beispielhaft sein dürfte“, stellt der Verbandsausschussvorsitzende des Zweckverbandes fest.

Bürgermeister Stratmann liefert Faktencheck

In dieser Funktion, aber auch als Bürgermeister, wolle er weiteren „Legendenbildungen“ vorbeugen, die sich in den vergangenen Wochen rund um die Planungen der Investoren durch möglicherweise bewusste Falschinformationen sowie über das Zusammenspiel der Hauptverwaltungsbeamten und des C-Port-Geschäftsführers durch öffentliche Äußerungen aus den eigenen Reihen ergeben hätten, erklärt Stratmann, der seinem Schreiben einen umfangreichen „Faktencheck“ beigelegt hat. Darin „bröselt“ der Friesoyther Bürgermeister noch einmal die interne Zusammenarbeit, die mediale Berichterstattung und die damit zusammenhängenden Positionierungen in den sozialen Medien auf. Außerdem bezieht der Vorsitzende Stellung zu Informationen „zu denen aus meiner Sicht derzeit am meisten in einem Teil der Öffentlichkeit kontrovers und teilweise in der Sache mehr als polemisch und desinformiert diskutiert wird“.

„Und auch Vorbild, wenn es darum geht, durch die Bereitschaft zum Dialog Lösungen zu finden.“Sven Stratmann, Bürgermeister der Stadt Friesoythe

Er appelliert an die Vorbildfunktion der Mitglieder des Verbandsausschusses. Es gehe darum, sich sachkundig zu machen, mit Informationen seriös umzugehen, Konflikte untereinander mit gegenseitigem Respekt auszutragen und zu lösen: „Und auch Vorbild, wenn es darum geht, durch die Bereitschaft zum Dialog Lösungen zu finden.“

Dem Schreiben hat er außerdem die Antwort einer Anfrage an die Stadt Dülmen beigelegt. Darin erklärt Bürgermeisterin Stremlau, dass es keinerlei Bürgerbeschwerden über Geruchsbelästigungen über die Revis-Anlage in ihrer Stadt gegeben habe. Es sei auch nicht zu Beanstandungen während des Baus der Anlage gekommen. Auf der Grundlage eines Geruchsgutachtens sei die Anlage in einem immissionsrechtlichen Verfahrens von der Bezirksregierung genehmigt worden.

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

"Legendenbildungen und Falschinformation" - OM online