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Landwirtschaft sieht sich stürmischen Zeiten ausgesetzt

Frühjahrsveranstaltungen der GS agri. Experten wollen Herausforderungen gemeinsam angehen.

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Experten stellten neue Lösungswege vor: (von links) Andreas Göken, Jürgen Diers, Ludwig Ferneding, Frank Pelk. Foto: Thöben-Ngo

Experten stellten neue Lösungswege vor: (von links) Andreas Göken, Jürgen Diers, Ludwig Ferneding, Frank Pelk. Foto: Thöben-Ngo

Zum Start der Pflanzenbausaison hatte die Firma GS agri kürzlich Landwirte laut Mitteilung zu ihren Frühjahrsveranstaltungen eingeladen. In sieben Gemeinden der Landkreise Cloppenburg, Vechta, Oldenburg und Emsland referierten Fachleute zu aktuellen Themen, die die Landwirtschaft bewegen. Dabei trafen Schlagworte wie Agrarpaket, Rote Gebiete, Insektenschwund aber auch Preisdumping auf eine intensive Wertediskussion in der Gesellschaft.

Seit dem vergangenen Herbst verschaffen sich die deutschen Landwirte mit Trecker-Demos Gehör auf den Straßen. Die Bauern bitten zu Tisch und fordern die Politik und die Verbraucher zu sachlichen statt emotionalen Diskussionen und Gesprächen auf, heißt es in der Information weiter. Die Schneiderkruger Genossenschaft unterstützt nach eigenen Angaben die Landwirte. Die Redner stellten neue Lösungswege vor, die die aktuellen Herausforderungen aufgreifen und die Zukunft der heimischen Landwirtschaft sicherstellen sollen. „Heute schon an morgen denken!“, forderten sie ihre Zuhörer auf und ergänzten, „nur gemeinsam können Landwirte, Berater und Handel die Zukunft erfolgreich gestalten.“

Auch die digitalen Möglichkeiten könnten sich die Landwirte zunutze machen, erläuterte Jürgen Diers, Abteilungsleiter Ackerbau bei der GS agri. „Der Pflanzenschutz ist schwierig und komplex“, stellte der Pflanzenschutzexperte Ludwig Ferneding fest. Immer mehr wirksame Produkte könnten wegen auslaufender beziehungsweise zurückgezogener Zulassungen kurzfristig nicht mehr eingesetzt werden.

Verkürzte Aufbrauchfristen machten den richtigen Umgang mit den Produkten immer anspruchsvoller. Beim Beizen für Maissaatgut sei die Situation ähnlich undurchsichtig und anspruchsvoll, erklärte der Saatgutexperte Andreas Göken. Das Thema Wetter stellte der Ackerbauexperte Frank Pelk dar. Der Redner ging auf die Wetterzusammenhänge des Jetstreams, dem Starkwind, der rund um den Globus weht, und die Auswirkungen der Klimaerwärmung ein. Für Landwirte sei ein gesunder Boden mit einem hohen Humusanteil das Wichtigste und sorge schlussendlich für Nachhaltigkeit. Mit organischer Düngung wie Mist und Gülle könne Wasser- und Bodenschutz erreicht werden.

Alle Vorträge verdeutlichten, dass der Erfolg des Ackerbaus in der Landwirtschaft von der richtigen Strategie, optimierten Produktionskosten sowie einer ordnungsgemäß vorgeschriebenen Dokumentation abhinge. Die Vortrags- und Diskussionsreihe „Frühjahrsinfos“ fand ihren Abschluss im Gasthof Schnieders in Ermke.

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