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Landwirte fordern mit Mahnwache Nachbessern von Düngeregeln

Sie protestieren gegen die aus ihrer Sicht fachlich schlecht begründete Ausweisung der roten Gebiete. Die Landwirte wollen, dass der Zustand des Grundwassers nachvollziehbar berücksichtigt wird.

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Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (von links, SPD), Dirk Koslowski und Anthony Lee von der Bauern-Bewegung Land schafft Verbindung sowie Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) Foto: dpa/Stratenschulte

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (von links, SPD), Dirk Koslowski und Anthony Lee von der Bauern-Bewegung Land schafft Verbindung sowie Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) Foto: dpa/Stratenschulte

Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) und Umweltminister Olaf Lies (SPD) haben sich am Montag Landwirten in Hannover gestellt, die gegen Düngebeschränkungen protestieren. Seit Sonntag halten rund 10 Landwirte der Initiative Land schafft Verbindung (LsV) mit ihren Traktoren zwischen beiden Ministerien eine Mahnwache ab. Sie protestieren gegen die aus ihrer Sicht fachlich schlecht begründete Ausweisung der sogenannten roten Gebiete, in denen zum Schutz des Grundwassers vor zu viel Nitrat besondere Beschränkungen gelten.

Die Landwirte wollen, dass der tatsächliche Zustand des Grundwassers vor Ort nachvollziehbar berücksichtigt wird. Nötig sei eine stärkere Regionalisierung, ein besseres Verursacherprinzip und eine flexible Umsetzung in verschiedenen Regionen. Ministerin Otte-Kinast erläuterte den Landwirten, dass die in den Bundesländern unter Druck der EU zum Schutz des Grundwassers getroffenen Düngerregeln nun in Brüssel bewertet werden. Danach könne man schauen, ob an der niedersächsischen Düngeverordnung weitere Änderungen möglich seien. Viele Landwirte finden, dass Niedersachsen mehr Flächen unter einen besonderen Schutz stellt, als nötig.

Nach der letzten Anpassung gelten 30 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Niedersachsen als rote, mit Düngemitteln belastete Gebiete, zuvor waren es 39 Prozent. Gleichzeitig wird aber für die Landwirtschaft der Einsatz von Düngemitteln weiter beschränkt. Die Neuregelung nimmt vor allem die Betriebe in den Blick, die für zu hohe Nitratwerte verantwortlich sind.

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