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Landfrauen klären über Lebensmittelverschwendung auf

Vor dem Famila-Markt in Vechta informierten die Frauen über das richtige Lagern von Nahrungsmitteln. Weitere Aktionen sind in Visbek und Goldenstedt geplant.

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Vor dem Famila-Markt: (von links) Andrea Kemna-Tönnies, Kreislandfrauenvorsitzende Anneliese Möhlmann und die stellvertretende Vorsitzende Annette Jans-Wenstrup. Foto: Friederich

Vor dem Famila-Markt: (von links) Andrea Kemna-Tönnies, Kreislandfrauenvorsitzende Anneliese Möhlmann und die stellvertretende Vorsitzende Annette Jans-Wenstrup. Foto: Friederich

Im Rahmen der ersten bundesweiten Aktionswoche "Deutschland rettet Lebensmittel!" vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) haben die Landfrauen die Aktion "Zu gut für die Tonne" gestartet. Am Eingang von  Supermärkten  möchten sie aufklären über die Lebensmittelverschwendung in Deutschland. Die erste Aktion startete Dienstag um 14 Uhr vor dem Famila-Markt in Vechta. Weitere folgen am 24. September vor Edeka in Visbek und am 26. vor  Edeka in Goldenstedt.

In Deutschland werden tonnenweise Lebensmittel weggeworfen, bevor die Nahrung überhaupt beim Verbraucher ankommt. Grund dafür sind abgelaufene Mindesthaltbarkeitsdaten und Druckstellen bei Obst und Gemüse. Dieses landet bei den Supermärkten im Müll. Das Herausholen dieser Lebensmittel, die oftmals noch voll und ganz genießbar sind, wird Containern genannt – und ist in Deutschland verboten. 2019 scheiterte eine Hamburger Initiative mit ihrem Ziel, das Containern zu legalisieren. Mit der Aktion "Zu gut für die Tonne" sollen  Verbraucher sensibilisiert werden.

Bewusstsein schaffen bei der Aussortierung der Nahrungsmittel

"Wir wollen darauf aufmerksam machen, nicht alles wegzuwerfen", meint Anneliese Möhlmann, Kreislandfrauenvorsitzende. Dabei würde versucht, über wichtige Punkte, wie die richtige Lagerung im Kühlschrank, aufzuklären, damit die Lebensmittel nicht so schnell verderben. Informationen über die Verwertung von noch genießbaren Resten mithilfe von einfachen Rezepte, und darüber, in welchen Bereichen die meiste Nahrung in den Müll wandert, sollen zum Nachdenken anregen, welche Lebensmittel in welcher Menge tatsächlich gebraucht werden.

Aufklärung ist nach Möhlmann auch hinsichtlich des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) wichtig. Man müsse, nachdem dieses Datum überschritten ist, natürlich darauf achten, ob die Lebensmittel noch in Ordnung sind - besonders bei leicht verderblichen Nahrungsmitteln wie Gemüse. "Viele werfen aber einfach alles weg, was das Haltbarkeitsdatum überschritten hat, und das muss nicht sein", erklärt Möhlmann. Das MHD sei nur eine Richtlinie, kein festgeschriebenes Gesetz.

Die gesamte Aktion findet unter Corona-Maßnahmen statt – mit Abstand und Maske. Gefördert wird sie vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.


Info: Weitere Hinweise zu dem Projekt „Zu gut für die Tonne“ unter https://www.zugutfuerdietonne.de/

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