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Land fördert Ausbau des C-Ports mit zunächst 1,8 Millionen Euro

Zunächst werden das Gewerbegebiet am Ems-Dollart-Ring erweitert und 3 Landstromanlagen für die im Hafen liegenden Schiffe gebaut. Die Erweiterung der Kaimauer soll in einem 2. Schritt erfolgen.

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Strom läuft: Staatssekretär Dr. Berend Lindner (3. von links) und Landrat Johann Wimberg (4. von links) setzten gemeinsam mit (von links) Karl-Heinz Krone (Verbandsausschuss), MdL Karl-Heinz Bley, Bürgermeister Thomas Otto, C-Port-Geschäftsführer Arno Djuren, Bürgermeister Sven Stratmann und Dr. Heinrich Norrenbrock (Verbandsausschuss) symbolisch eine Landstromanlage in Betrieb.     Foto: Stix

Strom läuft: Staatssekretär Dr. Berend Lindner (3. von links) und Landrat Johann Wimberg (4. von links) setzten gemeinsam mit (von links) Karl-Heinz Krone (Verbandsausschuss), MdL Karl-Heinz Bley, Bürgermeister Thomas Otto, C-Port-Geschäftsführer Arno Djuren, Bürgermeister Sven Stratmann und Dr. Heinrich Norrenbrock (Verbandsausschuss) symbolisch eine Landstromanlage in Betrieb.     Foto: Stix

Grünes Licht für den ersten Schritt beim Ausbau des Hafens im Industriegebiet des C-Ports: Dr. Berend Lindner (CDU), Staatssekretär im niedersächsischen Wirtschaftsministerium, besuchte den Hafen am Dienstag mit einer offiziellen Zusage im Gepäck. Das Land wird über die N-Bank die Erweiterung des Gewerbegebiets am Ems-Dollart-Ring und damit die landseitige Erschließung der geplanten Hafenerweiterung mit 1,8 Millionen Euro fördern. 

"Wir schaffen damit Strukturen, die für das Oldenburger Münsterland und den gesamten Nordwesten wichtig sind", betonte Landrat Johann Wimberg im Rahmen des Besuches. "Mit der Erweiterung schaffen wir Potenzial für neue Ansiedlungen, die hoffentlich dann auch den Küstenkanal für sich als Verkehrsträger entdecken." C-Port-Geschäftsführer Arno Djuren verwies dabei auf den geplanten Ausbau des Küstenkanals, den der Bund derzeit realisiert. "Es wäre fatal, wenn der Kanal für Großmotorschiffe schiffbar gemacht wird und die Infrastruktur an Land nicht mitwächst", sagte er. 

Landstromanlagen als Beitrag zum Umweltschutz

Als kleinen Zuschlag brachte Lindner auch noch eine Finanzierungszusage über 50.000 Euro für 3 Landstromanlagen mit. "Damit leisten wir einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz", sagte er. "Die Schiffe müssen dann, wenn sie an der Kaimauer liegen, zur Stromerzeugung nicht mehr den Diesel laufen lassen." Djuren wies darauf hin, dass eine landseitige Stromversorgung inzwischen von vielen Schiffseignern erwartet werde. "Wir speisen hier 100 Prozent Ökostrom ein", sagte er, "und werden die Nutzung der Stromanlagen auch verpflichtend machen."

1,8 Millionen Euro im Gepäck: Staatssekretär Dr. Berend Lindner überbrachte die offizielle Förderzusage für die Erweiterung des C-Ports. Foto: Stix1,8 Millionen Euro im Gepäck: Staatssekretär Dr. Berend Lindner überbrachte die offizielle Förderzusage für die Erweiterung des C-Ports. Foto: Stix

Die landseitige Erweiterung und die Stromanschlüsse sind Teil eines deutlich größeren Projekts im C-Port. Wie berichtet, soll in einem 2. Schritt die Kaimauer verlängert und ein Wendebereich für die Großmotorschiffe geschaffen werden. Ursprünglich sollten die beiden Teile gleichzeitig realisiert werden, für eine Förderung ist allerdings ein Abschluss im Jahr 2022 Voraussetzung. "Da wir nicht sicher sind, ob das zu schaffen ist, haben wir den Schiffswendekreis erst einmal rausgenommen", erläuterte Djuren. "Das soll dann in der neuen Förderperiode ab 2023 realisiert werden." Der Antragsentwurf liege allerdings bereits in der Schublade. Lindner ließ erkennen, dass sich das Land auch hier eine Förderung vorstellen könne. "Wir werden auch weitere Pläne nach besten Kräften unterstützen." 

Wimberg bringt Ausbau der Bahnstrecken im Landkreis ins Gespräch

Wimberg wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der C-Port auch nach der Erweiterung seinen Nutzen für die Verkehrswende erst dann voll entfalten könne, wenn er einen Bahnanschluss habe. Damit könnten Güter ohne Lkw-Einsatz vom Wasser auf die Bahn gebracht werden. "Das lässt sich aber, wenn überhaupt, nur Schritt für Schritt realisieren", sagte der Landrat und verwies auf die großen Lücken im Bahnnetz. Derzeit sind im Landkreis mit der Stadt Cloppenburg und der Gemeinde Essen nur 2 von 13 Städten und Gemeinden an das Bahnnetz angeschlossen.

"Das ist zu wenig", betonte der Landrat. "Wenn wir die Südstrecke über Löningen Richtung Emsland erweitern und im Norden die Strecke von Friesoythe ins Saterland ausbauen, wären es immerhin 7 von 13." Das größte Hindernis dabei ist das fehlende Teilstück zwischen Friesoythe und Sedelsberg. "Dafür müsste eine Brücke über den Küstenkanal und die B401 gebaut werden", so Wimberg. "Das ist natürlich erst einmal Zukunftsmusik", sagte er. "Aber auch die wird nur gespielt, wenn man den ersten Ton macht."

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