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Lamping, Rauschenbach und Nieberding sind "Deutsche Meister" ihres Handwerks

Die jungen Handwerker wurden im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks – in der Kurzform "PLW – Profis leisten was" – Bundessieger in ihrem Gewerk. PLW ist Europas größter Berufswettbewerb.

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Siegerehrung in Berlin: (von links) Stefan Cibis (Vizepräsident, Handwerkskammer Oldenburg), die Bundessieger Marc Röpke und Steffen Lamping sowie Eckhard Stein (Präsident). Foto: ZDH

Siegerehrung in Berlin: (von links) Stefan Cibis (Vizepräsident, Handwerkskammer Oldenburg), die Bundessieger Marc Röpke und Steffen Lamping sowie Eckhard Stein (Präsident). Foto: ZDH

Gleich vier "Deutsche Meister" haben im Bezirk der Handwerkskammer Oldenburg ihren Beruf erlernt. Beim 70. Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks wurden sie jetzt geehrt. Im Oldenburger Münsterland haben zwei Bundessieger ihre Ausbildung absolviert: Steffen Lamping aus Lastrup, Metallbauer in der Fachrichtung Nutzfahrzeugbau (Ausbilder: Böckmann Fahrzeugwerke, Lastrup), und Jan Rauschenbach aus Bersenbrück, Informationselektroniker mit dem Schwerpunkt Bürosystemtechnik (Busse Computertechnik, Damme). Ebenfalls Bundessieger wurde der  Zweirad-Mechatroniker Malte Nieberding aus Lohne, (Radel Bluschke, Osnabrück), der für den Kammerbezirk Osnabrück in den Wettbewerb ging.

In diesem Jahr waren mehr als 3000 Teilnehmer in Europas größten Berufswettbewerb gestartet. Über 800 von ihnen hatten sich als Landessiegerinnen und Landessieger für den Bundeswettbewerb qualifiziert. Am Ende konnten 113 in ihrem Gewerk den Bundessieg erzielen. Aus dem Kammerbezirk Oldenburg wurden ebenfalls geehrt Marc Röpke aus Etelsen, Metallbauer in der Fachrichtung Konstruktionstechnik (Stadtwerke Delmenhorst) sowie Ole Juchem aus Oldenburg, Beton- und Stahlbetonbauer (Kuhlmann Bau, Wiefelstede).

Es sei noch "etwas unwirklich, zu den besten Gesellen Deutschlands zu gehören", kommentierte Steffen Lamping seine Auszeichnung. "Natürlich freue ich mich total! Ich habe im Handwerk mein Zuhause gefunden, denn ich liebe das Gefühl, am Ende des Tages etwas geschaffen zu haben. Die theoretischen Fähigkeiten aus der Schule direkt praktisch umzusetzen, ist für mich etwas ganz Besonderes."

Bundessieger Jan Rauschenbach hat bei Busse Computertechnik in Damme seinen Beruf erlernt. Foto: HeidemannBundessieger Jan Rauschenbach hat bei Busse Computertechnik in Damme seinen Beruf erlernt. Foto: Heidemann

Jan Rauschenbach meinte: "Ich freue mich riesig über die Auszeichnung, denn ich liebe meinen Beruf. Jeden Tag gibt es neue Herausforderungen." Besonders mag er es "Kunden zu beraten und mit ihnen Projekte zu planen und durchzuführen – am liebsten mit einer guten Tasse Kaffee in der Hand", schmunzelt der "Deutsche Meister". Rauschenbach wird ab Juni noch einen weiteren Schritt ins seiner Ausbildung gehen und mit der Meisterschule beginnen.

Malte Nieberding begann nach dem Abitur zunächst ein Studium der Elektrotechnik, half am Wochenende im elterlichen Zweiradfachgeschäft in Lohne aus. "Irgendwann hat sich dann herauskristallisiert, dass die praktische Arbeit Spaß macht. Der Schreibtisch war nichts für mich. Ich wollte etwas Praktisches machen." Das Studium wurde an den Nagel gehängt, die Lehre als Zweirad-Mechatroniker begonnen. Mit überdurchschnittlichen Leistungen sicherte er sich schließlich den Titel in seinem Beruf.

"Das ist wirklich eine beeindruckende Leistung."Eckhard Stein, Präsident der Handwerkskammer Oldenburg

"Das ist wirklich eine beeindruckende Leistung. Sie können stolz auf sich sein!", gratulierte Eckhard Stein den jungen Handwerkern aus dem Oldenburger Land. Auch den Betrieben spricht der oldenburgische Handwerkspräsident, der zugleich die niedersächsische Kammer führt, Lob aus: "Hinter jedem talentierten Sieger steht ein Handwerksbetrieb mit besonderer Ausbildungsleistung."

Begrüßt wurden die Bundessieger vom Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer. Er bescheinigte den Bundessiegern "höchstes Niveau mit Präzision und Leidenschaft". Einen Großteil der Ausbildung hätten die Deutschen Meister unter den Rahmenbedingungen der Pandemie absolviert und ungeachtet dieser widrigen Umstände Spitzenleistungen vollbringen können.

Der Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks – in der Kurzform "PLW – Profis leisten was" – steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Ausrichter des Leistungswettbewerbes sind ZDH und die Stiftung für Begabtenförderung im Handwerk. Unterstützung gibt es vom Bundeswirtschaftsministerium.

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