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Kreis Cloppenburg kritisiert Änderung der Corona-Verordnung für Anprobe-Termine

Die neuen Regeln sind bereits in Kraft. Das Land hatte das Papier am Freitagabend als Eil-Verordnung herausgegeben.

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Nichts zu gucken. Die Geschäfte bleiben geschlossen. Foto: dpa

Nichts zu gucken. Die Geschäfte bleiben geschlossen. Foto: dpa

Auch im Landkreis Cloppenburg gibt es vorerst keine weitere Öffnung des Einzelhandels. Nachdem die Behörde Termine zur Anprobe in Geschäften wegen einer unklaren Formulierung der Corona-Verordnung ausdrücklich erlaubt hatte, ist damit jetzt Schluss. Wie Kreissprecher Frank Beumker mitteilte, habe das Land Niedersachsen am Freitag wie vom Landkreis "befürchtet" mit einer "unangekündigten 'Eil'-Verordnung" die Regelungen zu Anprobe und Bemusterung weiter präzisiert und eingeschränkt. 

Laut der Mitteilung sind jetzt laut der geänderten Verordnung nur noch Bemusterungstermine zur Vorbereitung des Innen- und Außenausbaus und Termine zur Anprobe individuell hergestellter oder geänderter Kleidung - wie etwa Maßanzüge - zulässig. Außerdem seien die Termine jetzt für die Dauer von drei Wochen zu dokumentieren. Händler müssen die Kontaktdaten nach vier Wochen vernichten.

Abholen erlaubt, Liefernlassen auch - aber Shopping im Laden nicht

Der Landkreis hatte zuletzt das Vorgehen des Landes kritisiert und wegen der ursprünglichen Formulierung der Verordnung darauf bestanden, dass Anprobe-Termine auch in Hochinzidenzgebieten in allen Geschäften erlaubt seien. Die Landesregierung schließt mit der Neufassung mögliche Schlupflöcher - regelt aber auch wichtige Fragen zum Betrieb von Schulen und Kitas.

Der Kreissprecher erklärt weiter: Da der Landkreis Cloppenburg mit einer Inzidenz über der 100er-Marke weiterhin als Hochinzidenzkommune eingestuft werde, ist der Verkauf nur "im Fernabsatz" mit anschließender Lieferung oder kontaktloser Übergabe außerhalb der Geschäftsräume möglich. Es gilt also das Prinzip „Click & Collect“. Das Anbieten von „Click & Meet“, also das Einkaufen mit Terminvereinbarung, ist in Hochinzidenzkommunen nicht erlaubt.

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