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Kommt die Maskenpflicht am Arbeitsplatz?

Weil die Coronazahlen weiter steigen, wird laut über die Maskenpflicht am Arbeitsplatz nachgedacht - auch in Niedersachsen: Wirtschaftsminister Bernd Althusmann zeigt sich offen.

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Frankreich führt bereits die Maskenpflicht in Unternehmen ein. Überall, wo sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begegnen können, werde die Maske verpflichtend - ausgenommen seien Einzelbüros, teilte das Arbeitsministerium mit. Foto: picture alliance/Michel Euler/AP/dpa

Frankreich führt bereits die Maskenpflicht in Unternehmen ein. Überall, wo sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begegnen können, werde die Maske verpflichtend - ausgenommen seien Einzelbüros, teilte das Arbeitsministerium mit. Foto: picture alliance/Michel Euler/AP/dpa

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann hat sich offen für eine Maskenpflicht am Arbeitsplatz gezeigt. «Bei weiter steigenden Zahlen müssen wir darüber nachdenken, die Maskenpflicht gegebenenfalls auch auf den Arbeitsplatz auszuweiten, wenn wir damit Schließungen und einen Lockdown verhindern können», sagte der CDU-Politiker der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung» .

Am Wochenende hatte CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer dafür plädiert, im Fall steigender Corona-Zahlen eine bundesweite Maskenpflicht am Arbeitsplatz und im Schulunterricht zu prüfen. «Das könnte auf jeden Fall ein Schritt sein, der auch bundesweit verpflichtend wird, jedenfalls wenn damit die Schließung ganzer Branchen verhindert werden könnte.»

Die niedersächsische Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) sagte der Zeitung, sie sehe die wachsende Nachlässigkeit beim Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Teilen der Gesellschaft mit «großer Sorge». Der Arbeitsplatz zähle aber nicht dazu. Sie sehe bei Unternehmen und Arbeitnehmern «einen sehr verantwortungsvollen Umgang mit den Schutzmaßnahmen».

Für das Maske-Tragen am Arbeitsplatz gibt es bereits Vorgaben des Bundesarbeitsministeriums. Darin heißt es: «Bei unvermeidbarem Kontakt zu anderen Personen bzw. nicht einhaltbaren Schutzabständen sollten Mund-Nase-Bedeckungen (...) zur Verfügung gestellt und getragen werden.» Sofern technische und organisatorische Schutzmaßnahmen die Gefährdung einer Infektion bei der Arbeit nicht minimieren könnten, seien individuelle Schutzmaßnahmen durchzuführen, die auch die Anwendung von Mund-Nase-Bedeckungen umfassen könnten.

Kipping fordert Bereitstellen von Luftfiltern

Die Chefin der Linkspartei, Katja Kipping, forderte unterdessen die Bereitstellung geeigneter Lüftungsanlagen. «Schulen, Büros und Gastronomiebetriebe müssen vor dem Winter Luftfilter zur Verfügung haben, die Aerosole mit Coronaviren sicher aus der Luft filtern können», sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Bundesregierung müsse dringend die ausreichende Verfügbarkeit solcher Filteranlagen sicherstellen.

Am Donnerstag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Bundesländer in einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Neben der Masken-Thematik wird es voraussichtlich auch um den Einfluss von Urlaubsreisen, privaten Feiern und öffentlichen Veranstaltungen auf den jüngsten Anstieg der Corona-Zahlen gehen.

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