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Klimaschutz: BUND kritisiert niedersächsische Konzerne

Die Umweltschützer vermissen größere Anstrengungen, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren. Die Unternehmen sehen das freilich anders.

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Symbolfoto: dpa

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Der Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND) fordert von großen niedersächsischen Unternehmen mehr Anstrengungen beim Klimaschutz. Die Konzerne dagegen verwiesen in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur auf ihre Maßnahmen und Pläne.

So visiert Continental bis 2050 eine 100-prozentige Klimaneutralität an. Damit ist gemeint, dass die Bilanz aus zusätzlichem Ausstoß und Abbau von Treibhausgasen in der Atmosphäre ins Gleichgewicht kommt. Außerdem bekennt sich Conti ebenso wie Volkswagen zum Pariser Klimaabkommen von 2015. Der Stahlkonzern Salzgitter AG will bis 2033 rund 95 Prozent seiner CO₂-Emissionen reduzieren. Die Drogeriemarktkette Rossmann gibt an, zunehmend nachhaltiger produzieren zu wollen, während der Reisekonzern Tui versprach, seinen Einfluss für einen ökologischen Umbau des Tourismus einzusetzen.

Die Landesvorsitzende des BUND, Susanne Gerstner, hält diese Ziele jedoch nicht für ausreichend: Es tauche ein "großer Anteil der Emissionen, die Unternehmen indirekt verursachen, häufig in den Bilanzen gar nicht auf". Zwar erkennt auch sie zumindest eine positive Entwicklung. Gerstner betonte allerdings: "Es sind nicht die Ansagen oder Anstrengungen, die zählen, sondern die tatsächlichen Einsparungen. Und die sind noch zu gering."

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