Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Kiesgrube Klecker wird zum Testort für Einsatzroboter und "Fireball"

Die Firma Magirus aus Ulm und das in Vechta ansässige Unternehmen Alpha Robotics hatten ihre Innovationen für die Zukunft des Löschwesens aufgefahren. Dazu gehörte der Einsatzroboter "Alpha Wolf R1".

Artikel teilen:
Technik, die begeistert: Als optimales Testgelände für Magirus und Alpha Robotics erwies sich die weitläufige Kiesgrube Klecker in Vörden-Hinnenkamp. Fotos: Schmutte

Technik, die begeistert: Als optimales Testgelände für Magirus und Alpha Robotics erwies sich die weitläufige Kiesgrube Klecker in Vörden-Hinnenkamp. Fotos: Schmutte

Die weitläufige Kiesgrube Klecker in Vörden-Hinnenkamp wurde am Samstag zum Test- und Filmort umfunktioniert. Deutschlands größter Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen, die Firma Magirus aus Ulm, und das in Vechta ansässige Unternehmen Alpha Robotics hatten ihre Innovationen für die Zukunft des Feuerwehrlöschwesens aufgefahren, um sie unter realen Bedingungen zu testen und einen Werbespot davon zu drehen.

Der aufgefahrene Fahrzeug- und Maschinenpark hätte das Herz jedes Technikfreaks höher schlagen lassen. Ziel der aufwendigen Aktion war die Erprobung und das Zusammenspiel von Fahrzeugen, einem Einsatzroboter, Drohnen, sonstiger Technik und Softwarelösungen im Brandfall, mit dem Schwerpunkt Wald- und Moorbrände. Mit dem wohl größten und teuersten Fahrzeug waren Mitarbeiter der Firma Magirus angereist, dem neu entwickelten "Firebull". Mit einigen Extras geht der Preis in 7-stellige Regionen. Es ist ein Raupenfahrzeug mit wenig Bodendruck, speziell für die Bekämpfung von Moorbränden. Unter anderem ist es mit seiner speziellen Löschturbine in der Lage, 1500 Liter Wasser pro Minute als Nebel zu versprühen. Dadurch kann effektiver und wassersparender gelöscht werden.

Alpha Robotics hatte neben einem Quad als Drohnenträger seinen Einsatzroboter "Alpha Wolf R1" mit dem dazugehörigen Führungsleitstand im Einsatz. Der Roboter, so Pressesprecher Philipp Hartke, habe eine hohe Schlagkraft, da er wendig, klein, aber kraftvoll sei, unbemannt an Gefahrenstellen agieren, mehrere hundert Meter Schlauch ziehen oder ferngesteuert einen Löschangriff mit 2000 Liter Wasser pro Minute fahren könne.

Fahrzeuge wie dieser Fireball lassen das Herz jedes Feuerwehrfans höher schlagen.Fahrzeuge wie dieser "Fireball" lassen das Herz jedes Feuerwehrfans höher schlagen.

Alpha Rototics will es zwar noch nicht bestätigen, vonseiten des Feuerwehrausrüsters Magirus besteht aber wohl ein offensichtliches Interesse an einer Zusammenarbeit und der Vermarktung des "Alpha Wolf R1". Im Rahmen eines Magirus-Presse-Events in Ulm wurde er bereits vorgestellt. Pressefotos von ihm während der Übung waren allerdings nicht erwünscht. Auch mit Informationen über Innovationen, die sich offensichtlich noch in der Entwickelung befinden, hielt sich Alpha Robotics merklich zurück, wohl aus Wettbewerbsgründen.

Neben einem Prototyp existieren 2 Vorserienmodelle vom Alpha Wolf R1

Neben einem Prototyp existieren 2 Vorserienmodelle vom Alpha Wolf R1. In den letzten 3 Jahren wurde er komplett selbst entwickelt und in Handarbeit bei Alpha Robotics gebaut. Ein Vorserienmodell steht der freiwilligen Feuerwehr Lohne zur Verfügung. Es soll im Alltagseinsatz seine Praxistauglichkeit und den hohen Einsatzwert unter Beweis stellen. Das 2. Vorserienmodell geht in den internationalen Einsatz. Es wurde an "@fire" übergeben, eine internationale Katastrophenschutzorganisation, die unter anderem auf dem Gebiet der globalen Waldbrandbekämpfung tätig ist.

"Wir sind und verstehen uns als innovativer Vorreiter der Robotertechnik", beschrieb Firmengründer Oliver Rasche sein Unternehmen im Rahmen einer Präsentation. Alpha Robotics wurde 2015 in Lohne gegründet, Firmensitz ist heute Vechta. Auf seiner Homepage heißt es über die 10-köpfige Belegschaft: "Wir sind ein interdisziplinäres Team. Wir sind Denker, Entwickler, Techniker, IT-Spezialisten mit hoher Fachkompetenz im Bereich der autonomen Fahrzeugtechnik."  Es bleibt abzuwarten, mit welchen Innovationen das Unternehmen zukünftig auf sich aufmerksam machen wird.

Der OM online Podcast. Thema  der neuen Ausgabe sind Kunstrasenplätze im Oldenburger Münsterland. Welche Halme sind die besten, wie steht es um Ökologie und Nachhaltigkeit? Und was haben geschredderte Olivenkerne mit dem Thema zu tun?  Jetzt reinhören! 

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Kiesgrube Klecker wird zum Testort für Einsatzroboter und "Fireball" - OM online