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"Kein Fahrradverkauf ohne Sattelkontakt"

Rund 600 Händler kommen in diesem Jahr zur Hausmesse von Derby Cycle. 200 Räder werden ausgestellt, weitere 70 können getestet werden.

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Zeigt die neuesten Trends: Pressesprecher Arne Sudhoff bei der Hausmesse. Foto: Hermes

Zeigt die neuesten Trends: Pressesprecher Arne Sudhoff bei der Hausmesse. Foto: Hermes

200 Räder in der Ausstellung, 70 Exemplare auf der Teststrecke: Zurzeit findet die Hausmesse bei Derby Cycle statt. Die Veranstaltung ist aufgrund der Corona-Pandemie in abgespeckter Form organisiert. Bei jedem Besucher wird Fieber gemessen, zudem gibt es eine Mund- und Nasenschutzpflicht sowie klar gekennzeichnete einseitige Wege. Räder werden nach jeder Testfahrt desinfiziert.

„Wir haben auch feste Zeitfenster für die Händler vergeben“, erklärt Arne Sudhoff, Pressesprecher des Unternehmens. Wichtig sei es jedoch, überhaupt etwas vor Ort anbieten zu können. „Ohne Sattelkontakt verkauft man kein Fahrrad. Man muss es anfassen und testfahren können“, so Sudhoff weiter.

Veranstaltung dauert zehn Tage

Das Angebot richtet sich in diesem Jahr an rund 600 Händler aus zahlreichen Ländern, die Veranstaltung dauert zehn Tage. Eine weitere Messe hatte der Fahrradhersteller jüngst in Ulm für rund 500 Händler organisiert. Präsentiert werden die Räder zudem online per Video und einer 360-Grad-Ansicht. „Corona hat die Digitalisierung in der Fahrradbranche vorangetrieben“, erklärt Sudhoff. Man habe in diesem Bereich schnell neue Dinge entwickeln können.

Für die Branche sei die Co- ronazeit gut gelaufen, viele Händler hätten besonders im Mai, Juni und Juli viel verkauft. Viele der Modelle aus dem letzten Jahr laufen auch 2020 weiter durch. Die Spezialisierung gehe immer weiter zum E-Bike, selbst Exemplare aus höheren Preisklassen über 3000 Euro würden gut nachgefragt. Hoch im Kurs steht auch das Leasing-Geschäft, es gebe einen spürbaren Anstieg.

Neuer Trend ist eine Erhöhung des zulässigen Gesamtgewichtes von bislang oftmals 130 Kilogramm auf 170. Damit könnte auch ein Kindersitz transportiert werden oder eine Campingausrüstung für den Kurzurlaub. „Die Zahl der Radreisen ist extrem gestiegen“, sagt Sudhoff. So könne man neue Zielgruppen erschließen. Die Räder seien auch weniger anfällig für Verschleiß.

Weiterer Trend sind breitere Reifen mit Nocken, mit denen man auch im Gelände unterwegs sein kann. Zudem gibt es immer wieder kleinere Erweiterungen, so wie ein Fern- und Abblendlicht. Scheibenbremsen sind inzwischen Standard, Räder würden immer mehr zum Statussymbol.Bei einigen Herstellern werde auch ein Anti-Blockier-System verbaut. „Das ist aber eher noch die Nische, genauso wie S-Pedelec“, so der Pressesprecher.

Derweil hält Derby Cycle an seinem Zeitplan für den Umzug fest. Wie berichtet, entsteht bis 2022 ein Werk im Ecopark in Drantum. „Es ist einer der wichtigsten Punkte in der Unternehmensstrategie. Dort ist die Produktion nur auf E-Bikes ausgelegt“, sagt Sudhoff. Pedalräder ohne elektrischen Antrieb würden nur noch in der Übergangsphase bis dahin gebaut.

Nach einer Phase mit Kurzarbeit produziert der Hersteller wieder in zwei Schichten unter Volllast. Täglich entstehen hier 1000 bis 1500 Räder.

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