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Jetzt sputen: Das Baukindergeldprogramm läuft endgültig aus

Bisher konnten Familien, die neu gebaut oder eine Immobilie erworben hatten, einen Zuschuss je Kind erhalten. Am 31. Dezember 2022 wird das Förderprogramm nun eingestellt.

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Es gibt kein Baukindergeld mehr: Das entsprechende Förderprogramm endet am 31. Dezember 2022. Foto: dpa / Weihrauch

Es gibt kein Baukindergeld mehr: Das entsprechende Förderprogramm endet am 31. Dezember 2022. Foto: dpa / Weihrauch

Eine böse Überraschung dürfte für so manchen Immobilieneigentümer eine Meldung des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen bedeuten. Ministerin Klara Gleywitz (SPD) hat jetzt darauf hingewiesen, dass das Baukindergeld nur noch bis zum 31. Dezember dieses Jahres beantragt werden kann. Dieser Zuschuss konnte bislang noch von Familien mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren beantragt werden, die erstmalig Wohneigentum selbst gebaut oder erworben haben.

Das Baukindergeld war in der Vergangenheit ein wichtiger Baustein, wenn es um den Erwerb oder den Bau einer eigenen Immobilie ging. So mancher Antragsberechtigte, der bislang noch keinen Antrag auf den Zuschuss gestellt hat, könnte jetzt allerdings leer ausgehen.

Anspruchsberechtigte müssen sich beeilen

Das jetzt ersatzlos wegfallende Baukindergeld läuft über 10 Jahre. Grundsätzlich gibt es einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 1200 Euro je Kind ausschließlich für Familien, die bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten. Aktuell sind bis zum Jahresende noch rund 180 Millionen Euro abrufbar.

Das Baukindergeld kann mit anderen öffentlichen Förderprogrammen, wie etwa denen für das energieeffiziente Bauen und Sanieren, kombiniert werden.

Grundsätzlich beantragen können den Zuschuss Familien, die zwischen dem 1. Januar 2018 und dem 31. März 2021 einen notariell beglaubigten Kaufvertrag unterschrieben oder eine Baugenehmigung erhalten haben und noch bis zum Jahresende im neuen Wohneigentum einziehen beziehungsweise bereits eingezogen sind. Der Einzug muss über die Meldebescheinigung der Wohnsitzkommune betätigt werden. Die Einhaltung der Einkommensgrenzen ist anhand entsprechender Steuerbescheide nachzuweisen.

Der Wohneigentümer muss den Onlineantrag selbst stellen 

Eine einmal erteilte Baugenehmigung oder die Abgabe einer Bauanzeige hat eine Gültigkeit von 3 Jahren. Haben Häuslebauer – aus welchen Gründen auch immer – erst spät mit dem Bau ihres Eigenheimes auf Grundlage einer in die Frist fallenden Baugenehmigung begonnen, könnten sie noch einen Onlineantrag bei der staatlichen Förderbank KfW stellen. Bauherren oder Erwerber müssen diesen Antrag selbstständig einreichen.

Zuschussberechtigte, die noch keinen Antrag gestellt haben, müssen ihre Unterlagen bis 31. Dezember einreichen, sonst ist das vielleicht in die Finanzierung eingeplante Baukindergeld futsch. Liegen die amtlichen Papiere wie Steuerbescheide oder Meldebescheinigung aktuell nicht vor, dürfte es zeitlich knapp werden, diese noch zu besorgen. Fehlen die amtlichen Belege, wird der Antrag abgelehnt. Eine Antragstellung vor Einzug in das Wohneigentum ist laut KfW generell nicht zulässig.


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