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Innenminister Pistorius: Schutz von LNG-Terminal hat höchste Priorität

Dem Terminal komme für die künftige Energieversorgung Deutschlands eine strategisch äußerst wichtige Bedeutung zu, so der Sozialdemokrat beim Besuch der Anlage vor Ort.

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Boris Pistorius (M, SPD), Innenminister in Niedersachsen, sitzt vor dem Start zu einem Rundflug über das LNG-Terminal in einem Hubschrauber der niedersächsischen Polizei. Innenminister Pistorius will sich einen Eindruck von der Arbeit der Polizistinnen und Polizisten verschaffen, die zum Schutz des im Bau befindlichen LNG-Terminals in Wilhelmshaven im Einsatz sind. Foto: dpa

Boris Pistorius (M, SPD), Innenminister in Niedersachsen, sitzt vor dem Start zu einem Rundflug über das LNG-Terminal in einem Hubschrauber der niedersächsischen Polizei. Innenminister Pistorius will sich einen Eindruck von der Arbeit der Polizistinnen und Polizisten verschaffen, die zum Schutz des im Bau befindlichen LNG-Terminals in Wilhelmshaven im Einsatz sind. Foto: dpa

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius hat den Einsatz der Polizei zum Schutz des neuen LNG-Terminals zur Einfuhr von Flüssigerdgas in Wilhelmshaven gewürdigt. Dem Terminal komme für die künftige Energieversorgung Deutschlands eine strategisch äußerst wichtige Bedeutung zu, sagte der SPD-Politiker bei einem Besuch am Mittwoch. "Der Schutz dieser Anlage vor möglichen Störungen und Angriffen hat daher höchste Priorität für die Polizei." Allein durch die Größe sei die Sicherung eine echte Herausforderung.

Die Anlage in Wilhelmshaven ist Teil der deutschen Bemühungen, von russischem Erdgas unabhängig zu werden. Zur offiziellen Inbetriebnahme am 17. Dezember werden Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) und Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil (SPD) an dem Terminal erwartet. Zuvor soll das 294 Meter lange Spezialschiff "Hoegh Esperanza" anlanden, auf dem flüssig angeliefertes Erdgas wieder in Gas umgewandelt wird.

Technische Anlagen und ein Kran stehen auf dem Anleger für das LNG-Terminal in der Nordsee vor Wilhelmshaven. Foto: dpaDittrichTechnische Anlagen und ein Kran stehen auf dem Anleger für das LNG-Terminal in der Nordsee vor Wilhelmshaven. Foto: dpa/Dittrich

An dem Aufbau der LNG-Infrastruktur mit mehreren Terminals in Norddeutschland gibt es Kritik von Klima- und Naturschützern, die unter anderem eine verlängerte Nutzung fossiler Energieträger befürchten. So hatten im August mehrere Hundert Klimaaktivisten der Gruppierung "Ende Gelände" die Baustelle für das Terminal in Wilhelmshaven besetzt. Der Protest blieb weitestgehend friedlich.

Die Anlage in Wilhelmshaven wird sowohl an Land als auch wasserseitig von der Polizei geschützt. Laut Innenministerium sind die Polizisten rund um die Uhr im Einsatz – auch, um die rund 26 Kilometer lange Leitung von Wilhelmshaven zum Gasspeicher in Etzel zu schützen.

"Ziel aller Maßnahmen ist es, eine termingerechte Inbetriebnahme des LNG-Terminals zu ermöglichen", sagte der Präsident der zuständigen Polizeidirektion Oldenburg, Johann Kühme.

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