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In Niedersachsen droht Lücke zwischen Lehrstellenangebot und Ausbildungsverträgen

Die Firmen wollen mehr Jobs für Azubis schaffen. Dabei blieben schon im vergangenen Jahr jede Menge Ausbildungsstellen unbesetzt.

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Die Firmen werben um Nachwuchs. Foto: dpa/Schackow

Die Firmen werben um Nachwuchs. Foto: dpa/Schackow

In Niedersachsen könnte auch beim nächsten Ausbildungsjahrgang eine erhebliche Lücke zwischen freien Lehrstellen und passenden Bewerbungen klaffen. Im Schnitt wollen die Unternehmen im Land in diesem Jahr zwar zwei Prozent mehr Jobs für Azubis schaffen, wie aus einer am Montag veröffentlichten Befragung der Industrie- und Handelskammern (IHKN) hervorgeht. Zuletzt blieb allerdings knapp jeder fünfte angebotene Ausbildungsplatz leer.

Oft mangelt es demnach an der richtigen Ansprache oder am geeigneten Kanal. Mehr als zwei Drittel der über 2100 teilnehmenden Firmen berichteten, der „fehlende Zugang zu Bewerberinnen und Bewerbern“ sei die größte Herausforderung in der Besetzung. 71 Prozent gaben an, im vergangenen Jahr hätten sich nicht genügend Kandidaten gemeldet. Daher wird versucht, mit Aktionstagen und Messen dagegen zu halten.

Erschwerte Bedingungen

Seit längerem schon klagen etwa verschiedene Teilbranchen im Handwerk oder in der Gastronomie über große Nachwuchsprobleme. In vielen Betrieben verschärft dies den ohnehin bestehenden Fachkräftemangel. „Wir beobachten aktuell mehr denn je, dass das Matching von Angebot und Nachfrage am Ausbildungsmarkt nicht so erfolgreich funktioniert, wie es sollte“, so IHKN-Hauptgeschäftsführerin Maike Bielfeldt.

In den letzten zwei Ausbildungsjahren hätten nur 83 Prozent der Lehrstellen besetzt werden können. Zu beachten sei dabei, dass die Berufsorientierung für junge Leute auch durch Corona-Einschränkungen und trübe wirtschaftliche Aussichten schwieriger geworden sei. Zudem gab es Kritik an unzureichendem Digitalunterricht an Berufsschulen. Die Kammern haben eine Ausbildungskampagne ("Moin Future") gestartet.

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