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Höffmann-Reisen eröffnet Standort in Oldenburg

Die neue Niederlassung des Reiseunternehmens geht am 14. September an den Start. Sitz  der Filiale ist die historische Oldenburger Mühle im Stadtteil Tweelbäke.

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Eröffnen eine Niederlassung in Oldenburg: Die Vechtaer Reiseunternehmer Hans und Andreas Höffmann (von rechts). Foto: Kühn

Eröffnen eine Niederlassung in Oldenburg: Die Vechtaer Reiseunternehmer Hans und Andreas Höffmann (von rechts). Foto: Kühn

Das Vechtaer Reiseunternehmen Höffmann eröffnet am 14. September einen neuen Standort in Oldenburg-Tweelbäke. Mit der historischen "Oldenburger Mühle" an der Gerhard-Stalling-Straße - zuletzt genutzt als Hotel und Restaurant - hat die Niederlassung einen prominenten Standort. Die Eröffnung wird angesichts der Corona-Situation als "soft opening" durchgeführt. Interessierte können jederzeit auch ohne Anmeldung vorbeischauen.

Im Januar hatte Reiseunternehmer Hans Höffmann das zu dieser Zeit rund eineinhalb Jahre leer stehende Objekt an einer der Haupteinfallstraßen Oldenburgs gekauft. Mehrere Jahre hatte man zuvor in der Stadt nach einem Standort gesucht, berichtet Hans Höffmann, bis er sich gemeinsam mit Sohn Andreas "zunächst nur von außen" die Mühle angeschaut habe. Schnell war danach, am 10. Januar, der Kaufvertrag unterzeichnet. Schon am nächsten Tag wurde mit den Entkernungsarbeiten im Gebäude begonnen. Die Mühle gab es zu "einem guten Preis", verraten beide Höffmänner die Höhe ihres tatsächlichen Invests in das 2850 Quadratmeter große Grundstück und die aufstehenden Gebäude nicht. "Die Investition ist mit Sicherheit richtig", schmunzelt Hans Höffmann, "denn sogar die Bank hat ihr Einverständnis gegeben".

Oldenburger Betrieb wird eigener Reiseveranstalter 

Höffmann bringt einen "eigenen Reiseveranstalter für den Oldenburger Raum" mit eigenen Ansprechpartnern und Reiseangeboten in der Stadt an den Markt. Bislang gibt es dort einen solchen nicht. Den Betrieb in Oldenburg leitet mit dem Vechtaer Julian Wilken ein Reisefachmann, der bei Höffmann das Geschäft gelernt hat. Auf Sicht sollen 25 Menschen im neuen Gebäude arbeiten.

Die Oldenburger Mühle: Das historische Gebäude wurde den neuen Anforderungen entsprechend umgestaltet. Foto: KessenDie Oldenburger Mühle: Das historische Gebäude wurde den neuen Anforderungen entsprechend umgestaltet. Foto: Kessen

Grundsätzlich gehe es um das Heben von Synergieeffekten, sagt Andreas Höffmann, der auf das bereits jetzt große Einzugsgebiet des Reiseunternehmens verweist. Viele der jährlich 80.000 Reisegäste müsse man erst von weiter her zum Reisestart in Vechta abholen. Man wolle jetzt, mit dem neuen Standort, den Kunden im wahrsten Sinne des Wortes "entgegenkommen", sagt Hans Höffmann. 8000 Oldenburger buchen jährlich Höffmann-Reisen. Schon allein diese hohe Zahl sei Grund genug gewesen, über die Gründung einer eigenen Niederlassung, über den Start von Reisen auch in der Residenzstadt nachzudenken. Weiterer Vorteil für den Betrieb: Man vergrößert das potenzielle Kundeneinzugsgebiet. Hans Höffmann hofft auf Dauer auf 40.000 Gäste jährlich am neuen Standort.

Nach den Umbauten gibt es nun in der Mühle Vortrags- und Aufenthaltsräume für bis zu 80 Personen. Dazu kommen Arbeitsorte wie Telefonzentrale und persönliche Reiseberatung. "Blaupause" für den Standort ist der Stammsitz. Deshalb hat man auch schon das Nachbargrundstück im Blick. Dort könnten auf Sicht Fahrzeughallen entstehen.

"Wir alle brauchen Sicherheit - Reiseveranstalter, unsere Arbeitnehmer, unsere Gäste."Hans Höffmann, Vechtaer Reiseunternehmer

Die Situation in der Reisebranche sei "für alle derzeit verheerend", sagt Hans Höffmann. Aber auch angesichts der vielen coronabedingten Stornierungen - er weist auf eine Kalenderjahresübersicht mit zahlreichen gestrichenen Reiseterminen in seinem Büro - "kämpfen wir". Derzeit seien "wegen des Sicherheitsgefühls" Reiseziele in Deutschland - vor allem Kurzreisen - gefragt: "Baggersee statt Übersee". Wann das anders wird? "Wir alle brauchen Sicherheit - Reiseveranstalter, unsere Arbeitnehmer, unsere Gäste. Wann wir das Virus in den Griff bekommen? Zurzeit habe ich da eher Bauchschmerzen."

Wegen der Coronavirus-Pandemie wird der offizielle Festakt am 12. September (Samstag) im kleinen Kreis stattfinden. Vechtas Offizial, Weihbischof Wilfried Theising, wird die Räume einsegnen und die neue Kreuzanlage am Gebäude weihen.

In der vergangenen Woche schwebten die beiden großflächigen Stücke der Berliner Mauer per Kran in den Mühlengarten. Foto: HöffmannIn der vergangenen Woche schwebten die beiden großflächigen Stücke der Berliner Mauer per Kran in den Mühlengarten. Foto: Höffmann

Wie alle künftigen Besucher des Standortes werden die Gäste des Festakts die beiden originalen Wandstücke der Berliner Mauer entdecken, die in der vergangenen Woche per Kran in den Mühlengarten schwebten. Diese bringen passende Graffiti mit, steht doch dort geschrieben: "Vergessen wir nie, Reisen ist die größte Freiheit." Das passe doch sehr gut - nicht nur geschichtlich, sondern auch auf die derzeitige Situation, sagt Andreas Höffmann.

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