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Hoffentlich ein Vorbild

Thema: Deutsch Bank schreibt ein Plus - Es gibt viele deutsche Unternehmen, die beschleunigt durch Corona vorm Abgrund stehen. In einigen Fällen hilft vielleicht nur der Stellenabbau.

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So schnell kann es in der Wirtschaft gehen: Vergangenes Jahr läutete für die Deutsche Bank schon so manches Totenglöckchen; jetzt meldet sich das ehedem so renommierte Geldinstitut mit zumindest für seine Aktionäre und einen Großteil seiner Mitarbeiter durchaus erfreulichen Entwicklungen zurück. Ein Drei-Monats-Gewinn von 158 Millionen Euro nach davor Verlusten in Milliardenhöhe in kürzester Zeit ist ein Silberstreif am Horizont. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Und doch gibt es eben auch Nachrichten aus der Deutschen Bank, die Wermut in den Becher der vorsichtigen Freude schütten. Weitere 18.000 Stellen weltweit sollen im Laufe der nächsten beiden Jahre verschwinden. Was mit den bereits seit 2019 gestrichenen über 4.000 Arbeitsplätzen heißt: Innerhalb von nicht mal vier Jahren sind über 25 Prozent der Stellen weggefallen.

Es steht zu befürchten, dass die Deutsche Bank nicht das einzige Unternehmen in Deutschland und weltweit bleibt, das den Arbeitsplatzabbau in großem Stil betreiben wird, will es überleben. Das ist nicht nur der Corona-Pandemie geschuldet, wie es manchmal den Eindruck bei Politikerreden oder in Medienberichten macht. Einige Firmen – vor allem in der Automobilindustrie als eine der Schlüsselindustrien des Landes – befanden sich aus unterschiedlichen, längst nicht nur hausgemachten Gründen schon früher in schweren Turbulenzen. Corona hat den Abstieg lediglich beschleunigt. Im Moment bleibt nur zu hoffen, dass das Beispiel Deutsche Bank hinsichtlich der wirtschaftlichen Erholung Schule macht.

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