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HGV startet mit dem Liefer-Express durch

Im Lockdown müssen viele Geschäfte zwar schließen, doch die Kunden brauchen deshalb nicht auf ihren Einkauf zu verzichten. Der wird bis an die Haustür gebracht.

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Ab zum Kunden: Den Liefer-Express stellte der HGV-Vorstand mit Helmut Lampe, Claus Frye-Büssing (von rechts), Ludger Wedemeyer, Hardy Rieger und Peter Kleene (von links) sowie Bürgermeister Michael Fischer vor. Foto: Thomas Vorwerk

Ab zum Kunden: Den Liefer-Express stellte der HGV-Vorstand mit Helmut Lampe, Claus Frye-Büssing (von rechts), Ludger Wedemeyer, Hardy Rieger und Peter Kleene (von links) sowie Bürgermeister Michael Fischer vor. Foto: Thomas Vorwerk

Schneller als die Versandriesen wollen die HGV-Mitglieder in diesen Tagen bei ihren Kunden sein. „Binnen ein bis zwei Stunden kann geliefert werden“, versichert Peter Kleene, stellvertretender Vorsitzender des Emsteker Handels- und Gewerbevereins (HGV), bei der Vorstellung des neuen Services. Bestellt wird telefonisch oder auf der Homepage der Betriebe. Das Transportmittel hat das Emsteker Rathaus zur Verfügung gestellt.

Neuer Service mindestens bis Weihnachten

Kurzfristig hatte man sich am vergangenen Wochenende überlegt, was man den Geschäftsleuten anbieten kann, um die Kunden auch beliefern zu können, wenn die Geschäfte im Lockdown schließen müssen. „Erst einmal bis Weihnachten wollen wir diesen Service anbieten und vielleicht auch noch darüber hinaus“, stellt Kleene in Aussicht.

Am Samstag wurde Bürgermeister Michael Fischer kontaktiert. „Eine Superidee, auch für ältere Kunden“, findet der Verwaltungschef. Der Bulli habe ohnehin die meiste Zeit gestanden, denn normalerweise ist er im Fahrdienst-Einsatz für die Flüchtlinge, die auf das gesamte Gemeindegebiet verstreut untergebracht worden sind. So kommen sie beispielsweise zum Sprachunterricht oder anderen Veranstaltungen, die momentan aber allesamt nicht stattfinden.

Betriebe entwickeln neue Vertriebs-Ideen

Schon bevor der Lockdown offiziell verkündet wurde, haben die Kaufleute in Emstek am Freitag und Samstag mehr Kundschaft in den Geschäften bemerkt. Das habe enorm angezogen und dies auch zu Beginn der Woche am Montag und Dienstag. „Es wurde aber auch in den vergangenen Wochen schon viel eingekauft“, so HGV-Vorsitzender Claus Frye-Büssing.

Mit dem Lieferservice alleine belassen es die Gewerbetreibenden aus der Gemeinde aber nicht. „Wir sehen viele Idee bei den Kollegen, wie beispielsweise einen Drive-In“, weiß Peter Kleene zu berichten. Eine Auswahl an Schuhen oder Kleidung wird für die Anprobe in den eigenen vier Wänden mitgegeben und auch Gutscheine sind in diesem Jahr bei Händlern wie Kunden gleichermaßen beliebt.

Feste Routen gibt es nicht

Der Service der Firmen hat sich bereits ein wenig herumgesprochen. Die erste Tour führte am Mittwoch nach Cappeln und später wurden noch Gokarts nach Löningen ausgeliefert. Über die sozialen Netzwerke und Whatsapp-Gruppen soll das Angebot noch bekannter gemacht werden.

Wer am Steuer sitzt, das ist nicht festgelegt. Wer Zeit hat, oder ohnehin eine Bestellung zur Kundschaft fährt, nimmt auch die Charge des Kollegen mit. Feste Routen gibt es naturgemäß nicht, aber man sei über das Emsteker Gemeindegebiet hinaus unterwegs, hieß es. Auch noch bis Heiligabend, falls spontan ein Geschenk benötigt wird oder der Christbaumständer bricht.

Bringdienste für Restaurants sind ausgeschlossen

Sowohl für die Geschäftsleute als auch für die Kunden ist dieser Lieferservice kostenlos. Nicht eingeschlossen sind allerdings Bringdienste für Restaurants und Imbissbuden.

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