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HGV-Chef Hanneken: "Handel erholt sich auch in Friesoythe spürbar"

Mit der Öffnung der Gastronomie kehrte Leben in die Stadt ein, sagt der Vorsitzende im Gespräch mit OM online. Die Politik sei nun gefordert, Gelder locker zu machen. 250.000 Euro wären wünschenswert.

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Lebendiges Leben: Spektakuläre Höhenflüge plant der Handels- und Gewerbeverein Friesoythe angesichts der Coronakrise nicht. Doch die Kaufmannschaft will nach vorne blicken und möglichst auch noch ihre Ideen für 2021 umsetzen. Foto: Wimberg

Lebendiges Leben: Spektakuläre Höhenflüge plant der Handels- und Gewerbeverein Friesoythe angesichts der Coronakrise nicht. Doch die Kaufmannschaft will nach vorne blicken und möglichst auch noch ihre Ideen für 2021 umsetzen. Foto: Wimberg

Die Geschäfte sind wieder geöffnet, die Stimmung steigt vielerorts, auch wenn die Krise noch nicht vorbei ist. Der Handels- und Gewerbeverein (HGV) Friesoythe unter dem Vorsitz von Frank Hanneken blickt vorsichtig, aber auch zuversichtlich in die Zukunft und stellt seine Pläne für die zweite Hälfte des Jahres im Gespräch mit OM online vor:

Kunden in den Geschäften, gefüllte Parkplätze: Erholt sich der Einzelhandel vom Corona-Einbruch?
Absolut und das ist spürbar und schön zu sehen. Seitdem die Außengastronomie wieder geöffnet ist, verzeichnen wir eine deutlich höhere Frequenz. Die Sehnsucht, wieder draußen zu sein, sonntags mit dem Eis vor den Schaufenstern zu stehen und in der Woche shoppen zu gehen, erleben wir auch hier. Die sanierte Innenstadt lädt beispielsweise durch viele Bänke zum Verweilen ein, somit punkten wir auf vielfältige Art und Weise mit Aufenthaltsqualität und möchten die Menschen motivieren, in die Stadt zu kommen.

Wenn auch die Stimmung in der Kaufmannschaft steigt, einfach zurück zur Tagesordnung werden Sie als HGV nicht übergehen können...
Nein, das können wir sicher nicht, denn die Bereitschaft, Gelder für Feste und Veranstaltungen wie bisher zur Verfügung zu stellen, ist aktuell nicht gegeben. Die Kassen sind leer und die Krise hat vor allem inhabergeführte Unternehmen zum Teil schwer getroffen. Kein Friesoyther Problem, das ist überall so, und deshalb werden auch wir, ebenso wie beispielsweise Oldenburg und Cloppenburg, einen Antrag an Politik und Verwaltung stellen, Fördergelder für die Belebung der Innenstadt, für Events und Aktionen locker zu machen. Das ist dringend notwendig und Marketing am Standort schließlich keine Sache, die nur uns angeht.

Welche Höhe stellen Sie sich vor?
Na ja, wenn es in Cloppenburg jeweils rund 500.000 Euro für 2021 und 2022 sind, wie vom Rat als Corona-Sofortprogramm beschlossen, sollten es für Friesoythe schon 250.000 Euro sein....

Planen Sie noch für 2021 oder richten Sie den Fokus schon auf das kommende Jahr?
Wir haben uns gerade zusammengesetzt, um unser weiteres Vorhaben zu besprechen. Die Aktion „Stadtgutschein“, bei der Vielfalt verschenkt werden kann und Kunden die digitale Karte bei lokalen Gastronomen und Dienstleistern einlösen können, geht an den Start. Die 1. Folge unseres Podcasts mit Journalist und Moderator Lars Cohrs ist ab September einmal pro Monat zu hören. Dabei werden ein Unternehmer im Porträt und ein Verein aus dem Stadtgebiet vorgestellt. Es gibt Neues aus der Feuerwehr und der Kaufmannschaft sowie die Aktion „Friesoythe kocht auf“ mit Kulinarischem aus der Eisenstadt.

Das sind beides ganz neue Aktionen, wie sieht es mit den „alten“ aus?
Natürlich hoffen wir, am 10. und 11. September zum „Heimat shoppen“ einladen zu können. Damit verbunden ist erneut die Kunstausstellung in den Geschäften und eine Aktionswoche bis zum Eisenfest. Ob das allerdings stattfindet, bleibt ja noch abzuwarten. Für November haben wir fest den Lichtersonntag im Kalender notiert. An die Erfolgsgeschichte „Schaufenster-Wettbewerb“ wollen wir im Winter ebenfalls anknüpfen und hoffen darüber hinaus auf eine lebendig gestaltete Service-Woche, bevor dann Weihnachten vor der Tür steht.

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