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Hasetal ist ab sofort "Ökomodell-Region"

Der Zweckverband Erholungsgebiet Hasetal freut sich über das Gütesiegel, das der Region durch das  Landwirtschaftsministerium verliehen wurde.

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Gütesiegel: Mit seinem Engagement will der Zweckverband dazu beitragen, dass landwirtschaftliche Produkte aus der Region in der Region eine deutlich größere Bedeutung erhalten. Foto: Grever

Gütesiegel: Mit seinem Engagement will der Zweckverband dazu beitragen, dass landwirtschaftliche Produkte aus der Region in der Region eine deutlich größere Bedeutung erhalten. Foto: Grever

Über einen weiteren Erfolg in der im weitesten Sinne touristischen Vermarktung des Hasetals mit seinen zwölf Kommunen zwischen Bramsche und Meppen, freut sich der Zweckverband Erholungsgebiet Hasetal (ZEH): In einem Wettbewerb des Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium ist es den Touristikern in der Geschäftsstelle in Löningen jetzt gelungen, den Titel „Ökomodell-Region (ÖMR) Hasetal“ verliehen zu bekommen.

„Das ist schon bemerkenswert, da sich in Niedersachsen nur drei Regionen so nennen dürfen“, erklärt ZEH-Geschäftsführer Wilhelm Koormann im Gespräch mit OM-Medien. Zum einen sei das natürlich in der sich immer weiter verstärkenden Diskussion und den Forderungen vieler Verbraucher nach Öko und Bio ein attraktives Gütesiegel. Zum anderen hat dieser im Wettbewerb erworbene Titel auch ganz erfreuliche praktische Konsequenzen. Denn damit verbunden ist eine Vollzeitstelle nebst den dazu gehörenden Sachkosten für 5 Jahre, in denen die Region ihre bereits vorhandenen Vorzüge in diesem Bereich weiter ausbauen wird. Mit der studierten Forstwirtin Karin Grever und dem aus Grafeld an der Löninger Grenze stammenden Bio-Landwirt Guido Holtheide hat sich Koormann bereits den passenden Sachverstand für den Ausbau des ÖMR gesichert.

„Landwirtschaft und unser regionaler und vor allem nachhaltiger Tourismus sind in wichtigen Themenfeldern sehr eng verzahnt“, betont der Geschäftsführer. Die Landwirtschaft sei ein zentraler Bereich im Leben der Menschen und sei nach wie vor mit den vor- und nachgelagerten Betrieben der wichtigste Wirtschaftsfaktor der Region. Die für die Urlaubsgäste wichtigste Attraktion, die Landschaft mit ihren Feldern und Wäldern, gebe es ohne Landwirte und ihre Arbeit nicht. Das Gleiche gelte für die von den Bauern erzeugten Lebensmittel. „Unsere Gäste erwarten regional saisonale Produkte, die wir natürlich auch selbst anbieten wollen“, erläutert Koormann. Daher wollen die Hasetaler in den kommenden Jahren den Anteil ökologisch wirtschaftender Betriebe und die nach diesen Prinzipien bewirtschafteten Flächen erhöhen, mit den Experten für Informationen und Wissenstransfer sorgen, zum Vernetzen der Strukturen und zum Ausbau der regionalen Wertschöpfung und vor allem der Vermarktung beitragen.

Ernährungsbereich hinterlasse größten ökologischen Fußabdruck

„Wir wollen nicht belehren und mit dem erhobenen Zeigefinger winken, sondern über die sich aus unserer Sicht ergebenden vielfältigen Chancen  informieren“, betont der Geschäftsführer. „Wir wollen die Wertschöpfung der Landwirte auf eine breitere Basis stellen und unterstützen Erzeuger und Vermarkter vor Ort und geben Hilfe bei der Vermarktung." Nach wie vor hinterlasse der gesamte Ernährungsbereich den größten ökologischen Fußabdruck in Deutschland, so Koormann. Es liege in der Natur der Sache, dass man  das grundsätzlich auch nicht ändern  könne. Aber es gebe die Möglichkeit, hier einen größeren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. „Dazu wollen wir mit unserem Engagement beitragen, denn Produkte aus der Region für die Region sind sowohl für den Verbraucher wie für den Produzenten attraktiv.“

Für mehr nachhaltige Ernährung sei es wichtig, Importe möglichst zu vermeiden, saisonale Produkte aus dem Freiland mehr anzubieten beziehungsweise zu konsumieren und Lebensmittel mit möglichst geringem Verpackungsaufwand zu kaufen, so Koormann. Wichtige Handlungsoption sei auch, mehr pflanzliche Produkte und weniger Fleisch anzubieten, wobei gerade beim Fleisch auf die Herkunft geachtet werden sollte. Als wichtiges weiteres Arbeitsfeld nennt er die Kita- und Schulverpflegung im Hasetal, denn es sei wichtig, schon bei den Kindern für gesunde, regionale Produkte zu werben. Er verweist auf das Pilotprojekt „mehr Bio" in Bremer Kitas, das 2019 gezeigt habe, dass der Einsatz von 100 Prozent Bio maximal zehn Prozent mehr koste.

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