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Handwerker schildern Erwartungen in der Corona-Krise

Kreishandwerksmeister Günther Tönjes und Hauptgeschäftsführer Dr. Michael Hoffschroer haben einen Brief an politische Mandatsträger und Verwaltungsspitzen geschickt.

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Brief an Entscheidungsträger: Kreishandwerksmeister Günther Tönjes (links) und Hauptgeschäftsführer Dr. Michael Hoffschroer äußern Erwartungen des Cloppenburger Handwerks zum Umgang mit der aktuellen Corona-Lage. Foto: Kreishandwerkerschaft

Brief an Entscheidungsträger: Kreishandwerksmeister Günther Tönjes (links) und Hauptgeschäftsführer Dr. Michael Hoffschroer äußern Erwartungen des Cloppenburger Handwerks zum Umgang mit der aktuellen Corona-Lage. Foto: Kreishandwerkerschaft

In einem Brief an die politischen Mandatsträger und die regionalen Verwaltungsspitzen äußern sich Kreishandwerksmeister Günther Tönjes und der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Dr. Michael Hoffschroer, zum Umgang mit der aktuellen Corona-Lage. Adressaten sind unter anderem die CDU-Bundestagsabgeordnete Silvia Breher und die CDU-Landtagsabgeordneten Christoph Eilers und Karl-Heinz Bley sowie Landrat Johann Wimberg.

Mit diesem Schreiben wolle man aber nicht in den wenig konstruktiven Chor der Kritiker und so genannten Querdenker einstimmen. „Vielmehr wollen wir euch als politische Entscheidungsträger nochmals Hinweise geben, welche Erwartungen unsere Handwerksunternehmen aktuell äußern“, heißt es in dem Schreiben von Kreishandwerksmeister Günther Tönjes und Hauptgeschäftsführer Dr. Michael Hoffschroer.

Erwartungen an die Politik sind hoch

In zahlreichen Gesprächen hätten Handwerksunternehmerinnen und -unternehmer in erster Linie den Wunsch geäußert, klare und umsetzbare Regelungen zur Bekämpfung der Pandemie zu erhalten. Sie seien weit überwiegend bereit, in ihren Unternehmen die Verantwortung für die Umsetzung von Maßnahmen zum Infektionsschutz mitzutragen und umzusetzen. „Dann erwarten sie aber auch, dass Politik und Verwaltung hier alles dafür tun, dass diese Regeln auch verständlich und planbar formuliert werden“. Die Diskussion über die zusätzlichen Ruhetage zu Ostern oder die Debatte um die Teststrategie für Unternehmen mit körpernahen Dienstleistungen würden das Problem sehr deutlich aufzeigen. Hier falle es dann auch zunehmend schwer, bei den Handwerkerinnen und Handwerkern um Verständnis und Akzeptanz für das Vorgehen zu werben.

Darüber hinaus wünschen sich die Unternehmen laut Kreishandwerkerschaft, dass es Politik und Verwaltung nach Monaten der Einschränkungen gelingt, eine verantwortungsvolle und kontrollierbare Öffnungsperspektive aufzuzeigen. Weitere Erwartung des Cloppenburger Handwerks sind die Umsetzung einer schnellen und unbürokratischen Test- und Impfstrategie sowie einer funktionierenden und schnellen finanziellen Unterstützung der Unternehmen – insbesondere derjenigen, die mit jedem Tag der ausbleibenden Unterstützung in ihrer Existenz gefährdet werden.

Handwerk weiß: Es gibt keine einfachen Antworten

In beiden Fällen dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass administrative Anforderungen und die Sorge vor möglichen Fehlentscheidungen auf dem Rücken der Unternehmen ausgetragen werden.

Dem Cloppenburger Handwerk sei bewusst, dass es in einer komplexen Welt keine einfachen Antworten geben könne. „Insofern sind wir froh, dass in die politischen Entscheidungswege immer wieder auch vielschichtige, wissenschaftliche Expertise eingebunden wird. Aber auch hier gilt, dass es gelingen muss, die Einbeziehung und Bewertung dieser Expertise noch transparenter zu machen“. .

Die Kreishandwerkerschaft appelliert auch weiterhin an alle Handwerkerinnen und Handwerker, ihren Beitrag dazu zu leisten, „dass wir gemeinsam die aktuelle Situation durchstehen und uns für die Zukunft besser aufstellen. Nicht zuletzt die Unterstützung der nationalen Teststrategie durch unsere Betriebe wird hier ein Maßstab sein, an dem wir uns in den nächsten Wochen messen lassen müssen“.

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