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Handelsverband: 2G-Regelungen verderben Weihnachtsgeschäft

In die meisten Geschäfte darf nur noch, wer geimpft oder genesen ist. Der Handel hält das für unnötig und beklagt Umsatzeinbrüche. Eine mögliche Lösung hat er auch parat.

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Der Handel fürchtet wegen der 2G-Regelung ums Weihnachtsgeschäft. Foto: dpa/Eyberger

Der Handel fürchtet wegen der 2G-Regelung ums Weihnachtsgeschäft. Foto: dpa/Eyberger

Die 2G-Regelungen verderben aus Sicht des Handelsverbandes Deutschland (HDE) dem Einzelhandel das wichtige Weihnachtsgeschäft. Bei Geschäften mit Artikeln des nicht-täglichem Bedarfs seien Umsatzeinbrüche zu beklagen, kritisierte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Laut einer aktuellen Umfrage des HDE unter 1100 Händlern blickten mehr als 70 Prozent der Unternehmen negativ auf die restlichen Tage des Jahres. Viele hätten das Weihnachtsgeschäft bereits abgeschrieben.

"Was eigentlich der positive Höhepunkt des Jahres sein sollte, ist jetzt oft ein Loch ohne Boden", sagte Genth. Händler mit 2G-Zugangsbeschränkungen verloren demnach in der abgelaufenen Woche knapp ein Drittel ihrer Vorkrisenumsätze. Gut laufe es nur im Lebensmitteleinzelhandel sowie im Onlinebereich.

2G schreckt Kunden ab

Der Verband forderte Konsequenzen aus der dramatischen Entwicklung. Der Einkauf mit Maske, Abstand und Hygienekonzept sei eine sichere Angelegenheit, sagte der Hauptgeschäftsführer. "2G beim Einkaufen bringt uns im Kampf gegen die Pandemie nicht weiter", betonte er. Die aktuellen Regelungen schreckten Kunden ab und erforderten hohen Personaleinsatz.

Die Bändchenregelung müsse bundesweit zugelassen werden, forderte er. Danach müsse jeder Kunde nur einmal auf 2G (geimpft oder genesen) kontrolliert werden und hätte mit dem erhaltenen Bändchen an diesem Tag Zutritt zu allen Geschäften. Zudem sollten im Einzelhandel – wie bereits im öffentlichen Nahverkehr bei der 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet) – Stichprobenkontrollen ausreichen.

Auch der auf Einkaufszentren spezialisierte Immobilienkonzern Deutsche Euroshop sprach von einem schwierigen Weihnachtsgeschäft. "Die Frequenzen lagen zuletzt ohne 2G bei gut 75 Prozent des Vor-Corona-Niveaus, die Umsätze bei circa 90 Prozent. Diese Zahlen werden nun mitten im so wichtigen Weihnachtsgeschäft sicher fallen", sagte Vorstandschef Wilhelm Wellner der "Wirtschaftswoche". Aufgrund des hohen personellen und administrativen Aufwands werde für die Center versucht, Lösungen zu finden und genehmigt zu bekommen. Dazu gehöre die sogenannte Bändchenlösung, bei der "die Besucher zum Beispiel an einer zentralen Stelle im Center einmal ihren 2G-Nachweis erbringen und danach – ausgestattet mit einem Armband ähnlich wie in einem Clubhotel – ungestört alle Geschäfte betreten können".

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