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Grüne kritisieren Logistik-Ansiedlung im Niedersachsenpark

Josef Diersen und Ralf Gramann sind mit dem Verkauf   an die Engler Immobilien Gruppe nicht einverstanden. Sie fordern den sofortigen Stopp.

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Die Engler Immobilien Gruppe plant den Bau von drei Logistikhallen im Niedersachsenpark. Grafik: Engler Immobilien Gruppe

Die Engler Immobilien Gruppe plant den Bau von drei Logistikhallen im Niedersachsenpark. Grafik: Engler Immobilien Gruppe

Heftige Kritik am Verkauf von 15 Hektar Fläche im interkommunalen Industrie- und Gewerbegebiet Niedersachsenpark auf Neuenkirchen-Vördener und Riester Gebiet an die Engler Immobilien Gruppe haben Politiker der Partei Die Grünen aus Vechta und Bersenbrück geäußert. „Dieselbe Vorgehensweise wie vor 20 Jahren, als hätte sich nichts geändert“, empörte sich laut einer Mitteilung der Grünen-Vertreter im Samtgemeinderat Bersenbrück, Ralf Gramann.

Anstatt Schienen in den Park zu legen, werde dem sechsspurigen Ausbau der Autobahn 1 entgegengefiebert. Diese Planung stehe im Widerspruch zum Beschluss, die Samtgemeinde Bersenbrück als global nachhaltige Kommune auszurichten.

Grüne vermissen die Nachhaltigkeit

Dass auf dieser Fläche Logistik-Immobilen entwickelt werden sollen deute darauf hin, dass der Nachhaltigkeitsgedanke wohl keine Rolle spiele, bekräftigte in der Mitteilung der Kreistagsabgeordnete aus Vechta, Josef Diersen.

"Aus unserer Sicht ist eine derartige Position mit Blick auf die Klimakrise nicht mehr zeitgemäß."Josef Diersen, Die Grünen

„Aus unserer Sicht ist eine derartige Position mit Blick auf die Klimakrise nicht mehr zeitgemäß und führt zu einem vermeidbaren Anstieg der Verkehrsbelastung für die Bürgerinnen und Bürger beider Landkreise“, sagte er.

Auch im Landkreis Vechta gebe es in allen Kommunen einen enormen Flächenkonflikt zwischen Wohnen, Landwirtschaft und Industrie, erklärte der Grünen-Kommunalpolitiker weiter. Kompensationsflächen würden kaum noch gefunden.

Fläche sollte an Unternehmen aus der Region gehen

„Alle verfügbaren Entwicklungsflächen für Industrie und Gewerbe in den Landkreisen Osnabrück und Vechta sollten daher in möglichst großem Umfang der Entwicklung von Unternehmen aus der Region vorbehalten sein." Der Niedersachsenpark sei hervorragend für eine Entwicklung als interkommunales Gewerbegebiet geeignet, heißt es. Dass hier nun eine zusammenhängende Fläche von 15 Hektar von einem auswärtigen Unternehmen dem knappen Angebot entnommen werde, sei mehr als bedauerlich, kritisierte Josef Diersen.

Das gelte besonders angesichts der Vorstellung, wie viele mittelständische Unternehmen aus der Region sich stattdessen hier entwickeln könnten. Deshalb sind die beiden Politiker der Meinung, dass die Gesellschafter des Niedersachsenparks – die Stadt Damme, die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden, die Samtgemeinde Bersenbrück und die Gemeinde Rieste – zu diesem Verkauf Nein sagen sollten.

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