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Große Resonanz auf ersten WEG-Warnstreik

Fast alle Beschäftigten der Schicht der Löninger Weser-Ems Erfrischungsgetränke folgten einem Aufruf der Gewerkschaft. Sie fordert 5,8 Prozent mehr Lohn für die Mitarbeiter.

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Erster Warnstreik: Fast alle Beschäftigte der Mittagsschicht folgten dem Aufruf von Matthias, Brümmer (links) und dem Betriebsratsvorsitzenden Heinrich Hiemann (Zweiter von links).   Foto: Willi Siemer

Erster Warnstreik: Fast alle Beschäftigte der Mittagsschicht folgten dem Aufruf von Matthias, Brümmer (links) und dem Betriebsratsvorsitzenden Heinrich Hiemann (Zweiter von links).   Foto: Willi Siemer

Zufrieden mit der Resonanz auf ihren Aufruf zum Warnstreik der Mitarbeiter des Unternehmens Weser-Ems Erfrischungsgetränke (WEG) in Löningen zeigt sich der Geschäftsführer der Region Oldenburg-Ostfriesland der Gewerkschaft Nahrung Genuss, Gaststätten (NGG). Fast alle Beschäftigten der Schicht hätten sich am Dienstag vor dem Personaleingang am Werwer Weg versammelt und sich von ihm und dem Betriebsratsvorsitzenden Heinrich Hiemann über die aktuelle Lage im Arbeitskampf informieren lassen, erklärte Matthias Brümmer.

Es ist der erste Warnstreik in der 30-jährigen Geschichte des Werkes

Dies sei der erste Warnstreik in der fast 30-jährigen Geschichte des Unternehmens, freut sich der Gewerkschafter über das bewusste Zeichen, das die Mitarbeiter bei ihren Forderungen nach mehr Lohn setzten. Ziel sei es aktuell nicht, damit Schaden zu verursachen. Die WEG ist Teil der Mitteldeutschen Erfrischungsgetränke (MEG), die vor einigen Jahren von der Schwarz-Gruppe (Lidl) übernommen worden ist. In Löningen arbeiten insgesamt rund 230 Beschäftigte am Standort des ehemaligen Milchwerks an der Haselünner Straße. Die Tarifverhandlungen werden nach Brümmers Angaben mit dem Verband der Ernährungswirtschaft geführt, zu dem auch der Mineralwasserbereich gehört.

Die Gewerkschaft fordert 5,8 Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten. Die Arbeitgeber bieten bisher nach zwei Verhandlungsrunden nur den Corona-Ausgleich, eine steuerfreie Prämie von 1500 Euro. Eine prozentuale Erhöhung wollen sie erst 2021 zahlen. „Das ist eindeutig zu spät“, sagt Betriebsratsvorsitzender Heinrich Hiemann und ergänzt: „Unsere Mitarbeiter haben in Zeiten der Pandemie das Werk am Laufen gehalten und auch während des Lockdowns alles gegeben. Das kann nicht der Dank für die geleistete Arbeit sein.“


  • Die nächste Tarifverhandlung findet am Mittwoch in Hannover statt.

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