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Graepel baut Motorteile für die Corvette

Die Löninger Friedrich Graepel AG hat ihre Geschäftsbilanz vorgelegt. Man werde zunehmend als globaler Zulieferer wahrgenommen.

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US-Autolegende seit 1953: Für den Motor des 2020er Supersportwagens Corvette liefert Graepel Blechbauteile  Foto: © Chevrolet

US-Autolegende seit 1953: Für den Motor des 2020er Supersportwagens Corvette liefert Graepel Blechbauteile  Foto: © Chevrolet

"Wir stehen bei rund 100 Millionen Euro Umsatz und sind in unseren großen Märkten Fahrzeugbau, Landtechnik, Maschinenbau und Bauindustrie gut etabliert", teilt Carlo Graepel mit. Der mit seinem Bruder Felix geschäftsführende Gesellschafter freut sich, dass man zunehmend als globaler Zulieferer wahrgenommen werde. Ein Vorteil: "Daraus entstehen Chancen, während sich die Risiken verteilen."

Für 2020 erwarte man allerdings "leicht rückläufige" Umsatzerlöse, hieß es. Derzeit sei eine allgemeine Verunsicherung in allen Bereichen (des Absatzmarktes) erkennbar. Der noch nicht vollzogene Brexit sowie die Zinspolitik in Europa und USA hätten weiteres Potenzial. Indes, als Gruppe mit mehreren Werken und Geschäftsfeldern blicke man weit voraus. Viele Herausforderungen hätten sich bereits vor Corona abgezeichnet. Aufgrund frühzeitig eingeleiteter Maßnahmen sei man zuversichtlich.

Technologisch gut aufgestellt

So sei Graepel in der Automobilindustrie heute präsenter denn je. Hier bewege man sich im Premiumsegment, biete seine leistungsstarken Lüftungsgitter zudem Volumenproduzenten an. Leichtbau sei auch anderswo zunehmend gefragt: eine Spezialdisziplin von Graepel, besetzt mit Produkten, mit denen man technologisch zur Weltspitze zähle. Mit ihnen bediene man auch die brummende Agrar- und Nutzfahrzeugtechnik, wenn es etwa um den Schutz und die Belüftung ultrasauberer Motoren geht. Für das gut laufende Baugewerbe liefere Graepel immer mehr hochwertige Blechbauteile und Sicherheitselemente, sogar bis nach Dubai.

Erfolgreiche Brüder: Carlo (links) und Felix Graepel leiten das ­Familienunternehmen. Foto: © GraepelErfolgreiche Brüder: Carlo (links) und Felix Graepel leiten das ­Familienunternehmen. Foto: © Graepel

Selbst in schwierigen Segmenten wie dem Schienenverkehr mehre die Marke mit Prestigeaufträgen ihr Ansehen. Die Internationalisierung trage Früchte und sorge nebenbei für eine ausgewogene Auslastung der Werke. 

Viele Kennzahlen positiv

Im Geschäftsjahr konnten die Brüder nach eigenen Angaben insbesondere die Ertragskraft steigern. Erfreulich sei auch die Entwicklung in weiteren Bereichen. Die für die Bonität wichtige Eigenkapitalquote verbesserte sich, die Verbindlichkeiten wurden reduziert. Über 700 Beschäftigte zählt der Blechspezialist heute, 50 davon sind Auszubildende.

Zuletzt machte Graepel durch Projekte wie die Signature Bridge in Indien, Bauteile für den neuen Supersportwagen Corvette und seine neuen 3D-Lochbleche, die dreifach belastbarer als marktüblich sind, auf sich aufmerksam. 

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