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Glasfaser: Bald sind auch die Dörfer dran

Noch hapert es vielerorts beim Internet. Doch das soll sich ändern, verspricht die EWE. Für den Breitbandausbau macht auch die Stadt Löningen viel Geld locker.

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Hat Fahrt aufgenommen: Der Breitbandausbau ging in den vergangenen Wochen in Löningen deutlich voran. Foto: Meyer

Hat Fahrt aufgenommen: Der Breitbandausbau ging in den vergangenen Wochen in Löningen deutlich voran. Foto: Meyer

Der Glasfaserausbau in Löningen soll 2022 weitergehen. Die EWE will  im Gebiet der Stadtgemeinde bis zu 730 neue Breitbandanschlüsse legen. Zum Zuge kommen werden vor allem die Dörfer und Bauerschaften, deren Bewohner noch immer mit langsamen Netzgeschwindigkeiten leben müssen.

Im Wirtschaftsausschuss wurde das Projekt am Montag vorgestellt. Ziel sei, möglichst alle unterversorgten Adressen zu erschließen, erklärte Erster Stadtrat Thomas Willen. Dazu gehören Haushalte, denen zurzeit weniger als 30 Mbit/s zur Verfügung stehen. Mit Glasfaser  versorgt werden nach den aktuellen Planungen demnächst 554 Privathäuser zwischen Elbergen und Evenkamp sowie in Ehren, Winkum, Schelmkappe, Bunnen und Lodbergen. Hinzu kommen knapp 100 Gewerbebetriebe. Adressen werden weiterhin gesammelt.

Das Vorhaben in Löningen ist Teil eines kreisweiten Breitbandausbauprojekts. Es soll im Frühsommer kommenden Jahres  beginnen und 2025 abgeschlossen sein. Dann wären knapp 6000 neue Wohnhäuser und Betriebe in allen 13 Kommunen an das Glasfasernetz angeschlossen. Die Wirtschaftlichkeitslücke wird zur Hälfte vom Bund sowie mit sieben Prozent vom Land gedeckt. Der Landkreis hat aber eine coronabedingte Erhöhung des Landesanteils beantragt. Die Stadt Löningen muss sich mit rund 2 Millionen Euro  beteiligen.

Stadt kooperiert auch mit Deutsche Glasfaser

Der Ausschuss stimmte den Planungen zu. "Wir müssen alles dafür tun, auch unsere Dörfer flächendeckend mit Glasfaser zu erschließen", betonte Bürgermeister Burkhard Sibbel. Inzwischen habe der Ausbau deutlich an Fahrt aufgenommen. Vor allem im Löninger Stadtgebiet liefen die Arbeiten in den vergangenen Wochen auf Hochtouren. Dort hat die Glasfaser Nordwest, ein Joint Venture von EWE und Telekom, auf eigene Rechnung gebuddelt. Die Stadt wird laut Sibbel auch mit der Firma Deutsche Glasfaser kooperieren. Sie hat vor, die Gebiete Windhorst und Hohes Ufer zu erschließen. Ebenfalls vorangekommen seien die Vorbereitungen für den Richtfunk. Sieben Masten sollen die Außenbereiche demnächst mit schnellem Internet versorgen und zugleich den Mobilfunk verbessern.

Einstimmig hat der Ausschuss empfohlen, den Löninger Schützenverein bei der Instandsetzung seiner Schützenhalle zu unterstützen. In der Aussprache ging es auch um die Frage, ob das Gelände am Stockkamp, auf dem der Verein seine Schützenfeste feiert, in den kommenden Jahren neu überplant werden könnte. Ideen kursieren zwar, Konkretes gibt es aber nicht. Dabei dürfte es erst mal bleiben. Er halte es für nicht zulässig, das aktuelle Sanierungsvorhaben mit der zukünftigen Nutzung des Stockkamps zu verbinden, sagte Klaus Hölzen (CDU). Wie Hölzen wiesen auch Elisabeth Kordes und Jörg Bremersmann (beide UfL) auf den ehrenamtlichen Einsatz der Schützen hin. Diese sollten ihr Jubiläumsfest im kommenden Jahr wie gewohnt auf dem Stockkamp begehen und dazu die eigenen Räumlichkeiten auf Vordermann bringen. 

Soll renoviert werden: die Schützenhalle in Löningen. Foto: MeyerSoll renoviert werden: die Schützenhalle in Löningen. Foto: Meyer

Ebenfalls stark engagieren wollen sich die Sportler vom FC Wachtum. Weil sie fast alles selber machen, kostet die Erneuerung der Beregnungsanlage auf dem Sportplatz nur 2100 Euro. Den entsprechenden Förderantrag bewilligte der Ausschuss einstimmig. Im Anschluss stimmten die Mitglieder auch der Weiterführung des kreiseigenen Wirtschafts-Förderprogramms zu. Mithilfe der sogenannten KMU-Mittel unterstützen der Landkreis und die beteiligten Kommunen investitionswillige Existenzgründer. 

Eine unerfreuliche Nachricht hatte Burkhard Sibbel den Lokalpolitikern gleich zu Beginn der Sitzung überbracht. Der Neubau der zweigruppigen Kinderkrippe an der Ecke Mühlenstraße/Im Winkel verzögert sich. Die Suche nach einer Firma, die die Maurerarbeiten ausführt, verlief bislang ohne Ergebnis. "Kein Maurer ist bereit", bedauerte Sibbel. Die Verzögerung könnte das Gebäude etwas teurer werden lassen. Bislang ist noch kein Ende der Kostenspirale beim Bau in Sicht. 

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