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Geschafft: Breitbandausbau in Lastrup ist in trockenen Tüchern

Am Ende lohnte sich das Klinkenputzen. Noch im Winter sollen die ersten Vorbereitungen für die Erdarbeiten beginnen. Vom Ausbau profitieren auch die Bauerschaften.

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Geht bald auch in Lastrup los: Der Glasfaserausbau kommt jetzt endlich auch auf dem Land voran. Foto: dpa/Moritz Frankenberg

Geht bald auch in Lastrup los: Der Glasfaserausbau kommt jetzt endlich auch auf dem Land voran. Foto: dpa/Moritz Frankenberg

Quote erfüllt, es wird gebaut: Die Firma Deutsche Glasfaser wird ab dem kommenden Jahr rund um Lastrup ein schnelles Glasfasernetz schaffen. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Zuvor hatten 40 Prozent der Haushalte im Ausbaugebiet einen Vertrag mit dem Digital-Versorger unterschrieben. 

Wochenlang waren Mitarbeiter unterwegs gewesen, um die potenziellen Nutzer von den Vorzügen des neuen Netzes zu überzeugen. Lange dümpelte die Nachfrage allerdings eher vor sich hin. Deutsche Glasfaser ging in die Verlängerung und intensivierte offenbar ihre Bemühungen noch einmal. „Es hat sich gelohnt, viele Bürgerinnen und Bürger haben diese zweite Chance genutzt“, bestätigt Projektleiter Oliver Prey. „Wir freuen uns, nach Lindern, Böen und Windhorst nun auch Lastrup mit schnellem Internet zu versorgen und jetzt mit dem Ausbau loszulegen. Dabei setzen wir auf eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen Beteiligten vor Ort.“

Hauptverteiler bildet das Zentrum des Netzes

Deutsche Glasfaser beginnt nach eigenen Angaben zunächst mit der Planung der Bauarbeiten – angefangen mit der Festlegung des Standortes für den Glasfaserhauptverteiler bis hin zur Vorbereitung des Tiefbaus. Der Hauptverteiler bildet das Zentrum des Glasfasernetzes im Ort und ist eines der ersten sichtbaren Zeichen des Ausbaus. Laut Bürgermeister Michael Kramer wird er bei der Großraumsporthalle aufgestellt. Anschließend beginnen die Tiefbauarbeiten. Vom Hauptverteiler aus werden die sogenannten Leitungen direkt bis an die Häuser verlegt. Haushalte, die einen Vertrag unterzeichnet haben, würden vorab über die einzelnen Schritte informiert, heißt es.

Die eingesetzte Breitbandtechnik FTTH (Fiber to the home) bietet laut Prey die nötige Leistungsstärke, um die rasant wachsenden Datenvolumen auch künftig zuverlässig und schnell zu übertragen. „Beim digitalen Umbau in Deutschland kommen wir an einer flächendeckenden Breitbandversorgung nicht vorbei", betont der Projektleiter.  

Bürgermeister kritisiert Mitbewerber

Michael Kramer begrüßte die Ankündigung. "Für unsere Gemeinde ist das Engagement des Unternehmens ein super Schritt." Er geht davon aus, dass der Hauptschalter Mitte Februar an seinen Standort gebracht wird. Gebuddelt wird nicht nur im Kernort Lastrup, sondern auch in den Bauerschaften Hamstrup, Nieholte, Matrum und Timmerlage. Davon unbeeinflusst bleibt der vorgesehene Bau von Richtfunkmasten im ganzen Gemeindegebiet. Mit der Funktechnik sollen auch entlegene Einzelgehöfte mit Internet versorgt werden, die keinen direkten Glasfaseranschluss erhalten können.  

Der Bürgermeister zeigte sich zugleich enttäuscht von den Breitband-Mitbewerbern Telekom und EWE. Deren Joint Venture "Glasfaser Nordwest" habe sich lange Zeit nicht für ein Engagement in Lastrup interessiert. "Wir waren ihnen als Gemeinde wohl nicht groß genug", vermutet Kramer. Die Verwaltung habe schließlich nicht mehr warten wollen. Inzwischen hat der Ausbau überall an Fahrt aufgenommen und auch das Interesse seitens der Anbieter, sich in der Fläche zu engagieren, ist deutlich gestiegen. Neben ihren gemeinsamen Aktivitäten mit der Glasfaser Nordwest gehen Telekom und EWE dabei weiterhin auch getrennte Wege. So hat die Telekom angekündigt, das Gewerbegebiet am Unnerweg auszubauen. 

  • Info: Fragen zum Ausbauprojekt unter 02861/89060940 montags bis freitags in der Zeit von 8 bis 20 Uhr. Alle Informationen über Deutsche Glasfaser und die buchbaren Produkte sind online unter www.deutsche-glasfaser.de verfügbar.

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