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Genossenschaften im Kreis Vechta planen Fusion

Die Landwirtschaftliche Bezugsgenossenschaft Damme und die Raiffeisen-Warengenossenschaft Vechta-Dinklage wollen zusammengehen. Alle Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben, heißt es laut Mitteilung.

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Nach intensiven Gesprächen sagen Vorstand und Aufsichtsrat „Ja“ zur Verschmelzung (von links): Heinrich Hentemann (Vorstandsvorsitzender der LB), Stephan Sander (geschäftsführender Vorstand der LB), Georg Reinke (Aufsichtsratsvorsitzender der RWG), Ludger Espelage (Vorstandsvorsitzender der RWG), Jörg Stratmann-Grandke (kommissarischer Geschäftsführer der RWG) und Franz-Josef Seeger (Aufsichtsratsvorsitzender der LB).   Foto: Markus Hibbeler

Nach intensiven Gesprächen sagen Vorstand und Aufsichtsrat „Ja“ zur Verschmelzung (von links): Heinrich Hentemann (Vorstandsvorsitzender der LB), Stephan Sander (geschäftsführender Vorstand der LB), Georg Reinke (Aufsichtsratsvorsitzender der RWG), Ludger Espelage (Vorstandsvorsitzender der RWG), Jörg Stratmann-Grandke (kommissarischer Geschäftsführer der RWG) und Franz-Josef Seeger (Aufsichtsratsvorsitzender der LB).   Foto: Markus Hibbeler

Die Landwirtschaftliche Bezugsgenossenschaft eG Damme (LB) und die Raiffeisen-Warengenossenschaft Vechta-Dinklage eG (RWG) wollen fusionieren. Die Mitglieder sollen im Juni im Rahmen von Generalversammlungen über das Vorhaben abstimmen. Im Mai sind Informationsveranstaltungen geplant, auf denen über die Einzelheiten des Zusammengehens informiert werden soll. So heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung der beiden Genossenschaften.

Demnach sollen alle bisherigen 12 Standorte der beiden Genossenschaften erhalten bleiben. Sitz der fusionierten Genossenschaft, die den Namen „Landwirtschaftliche Bezugsgenossenschaft eG“ tragen soll, wird demnach Damme – vorausgesetzt, die Mitglieder beider Genossenschaften stimmen dem einstimmigen Ansinnen der Aufsichtsräte und Vorstände beider Unternehmen zu.

Die Fusion soll rückwirkend zu Jahresbeginn erfolgen

Die Fusion soll demnach rückwirkend zum 1. Januar 2022 erfolgen. Die Generalversammlungen sind für den 14. Juni (Dienstag, RWG Vechta-Dinklage) beziehungsweise den 22. Juni (Mittwoch, LB Damme) anberaumt.

Die Kunden sollen „die gewohnten Ansprechpartner“ in den Genossenschaften behalten. „Der Abbau von Arbeitsplätzen ist nicht vorgesehen“, erklärt Jörg Stratmann-Grandke, kommissarischer Geschäftsführer der Raiffeisen-Warengenossenschaft Vechta-Dinklage in der Mitteilung und fährt fort, als „leistungsfähige Organisation wird es uns leichter fallen, den Mitarbeitenden mehr Entwicklungschancen bieten zu können“. Zugleich betonen die Unternehmen: Die Fusion sei ein „klares Bekenntnis zu unserer regionalen Landwirtschaft“.

Hintergrund der Fusion sind laut Mitteilung Probleme im Agrarsektor. So stünden Schweine haltende Betriebe „bereits seit längerer Zeit wirtschaftlich mit dem Rücken zur Wand“. Auch andere Bereiche der Landwirtschaft könnten die „teils stark gestiegenen Produktionskosten kaum mehr vollständig kompensieren“, heißt es. Daneben seien die Themen „Tierwohl, Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz (...) die Zukunftsthemen, die mit der politischen Ausrichtung der neuen Bundesreigeurng an Aktualität“ gewonnen hätten, wie es weiter heißt. Vor diesem Hintergrund versprechen sich die Unternehmen, durch eine „Bündelung unserer Schlagkraft“ Vorteile beim Einkauf, die den Genossenschaftsmitgliedern zugutekämen.

Rechtlich gesehen wird laut Mitteilung die Dammer Landwirtschaftliche Bezugsgenossenschaft die Raiffeisen-Warengenossenschaft Vechta-Dinklage übernehmen. Vertreter des übernommenen Unternehmens werden demnach in den Vorstand und Aufsichtsrat der neu fusionierten Genossenschaft einziehen. Diese würden auf den Generalversammlungen gewählt, heißt es.

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