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Geflügelwirtschaft hofft auf Impfstoff gegen Geflügelpest

Nach dem Ausbruch in einem Friesoyther Entenstall wächst die Sorge, dass der nächste Seuchenzug ähnlich heftige oder gar schlimmere Ausmaße annimmt. Die Geflügelwirtschaft hofft auf die Forschung.

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Symbolfoto: dpa

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Um die hochansteckende Geflügelpest einzudämmen, setzt der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft auf die zügige Entwicklung eines Impfstoffs. «Die Branche hat sich kaum von den Auswirkungen des letzten Seuchenzugs erholt. Wir brauchen so schnell wie möglich einen Marker-Impfstoff, um da rauszukommen», sagte Verbandspräsident Friedrich-Otto Ripke der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Donnerstag).

Wie bereits berichtet, ist in einem Friesoyther Entenstall erstmals wieder in Niedersachsen die Geflügelpest nachgewiesen worden. Die Sorge ist groß, dass sich das Szenario, das im Herbst letzten Jahres begann und bis zum Frühjahr dauerte, wiederholen wird. Allein im Landkreis Cloppenburg waren 40 Betriebe betroffen. Die Hoffnung auf einen Impfstoff ist deshalb groß.

Verband fordert intensivere Forschung und Fördermittel

Sogenannte Marker-Impfstoffe ermöglichen die Unterscheidung von geimpften und infizierten Tieren. Wann entsprechende Impfstoffe einsatzfähig sind, sei noch nicht klar. «Wir können nur hoffen, dass es in wenigen Jahren so weit ist.» Ripke forderte, die Forschung zu intensivieren und dafür Fördermittel bereit zu stellen.

Der zurückliegende Seuchenzug der Geflügelpest grassierte bundesweit. Nach Angaben von Ripke waren im Winter 2020 und Frühjahr 2021 in ganz Deutschland 150 Betriebe betroffen. Den Schaden bezifferte der Verbandspräsident zuletzt auf 30 Millionen Euro. Die Seuche steht im Zusammenhang mit dem Vogelzug und tritt vor allem im Winterhalbjahr auf. Ripke sagte der Zeitung, es zeichne sich jedoch immer mehr ab, dass die Vogelgrippe endemisch werde und in der heimischen Wildvogelpopulation zirkuliere. «Damit wird die Vogelgrippe zu einem ganzjährigen Problem. Umso dringlicher ist der Impfstoff.»

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