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Geflügelpest: Landwirtschaftskammer sieht "katastrophale Folgen"

Die Landwirtschaftskammer befürchtet, dass die aktuelle Geflügelpest für viele Putenbetriebe existenzbedrohend werden könnte. Die Zahlen seien "dramatisch".

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Symbolfoto: dpa

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Die Auswirkungen der Geflügelpest in Nutzgeflügelbeständen in der Weser-Ems-Region sind "katastrophal". Darauf weist die Landwirtschaftskammer Niedersachsen am Montag hin. Inzwischen sind in Weser-Ems mehr als 350.000 Tiere getötet worden, um eine weitere Verbreitung der Vogelgrippe zu verhindern. Hart trifft es vor allem den Landkreis Cloppenburg. Allein sind es bislang 300.000 getötete Tiere.

"Besonders bitter ist die Tatsache, dass in einigen Putenbetrieben in Süd-Oldenburg bereits zum zweiten Mal gekeult werden musste", schreibt die Landwirtschaftskammer am Montag.  Denn bereits der erste Ausbruch im Jahr 2016/2017 hätte die Putenbranche in Niedersachsen erheblich getroffen. "Für viele Betriebe ist der diesjährige Ausbruch existenzbedrohend", schreibt die Landwirtscahftskammer. 

„Offenställe, in denen Puten und auch Pekingenten überwiegend gehalten werden, können nicht hermetisch abgeriegelt werden.“Dr. Peter Hiller, Fachreferent bei der Landwirtscahftskammer

Zwar hätten die Betriebe bei der Biosicherheit aus der Epidemie vor 4 Jahren viel hinzugelernt; viele Experten würden es aber für unwahrscheinlich halten, dass das Vogelgrippe-Virus durch vernachlässigte Sicherheitsmaßnahmen in die Ställe eingetragen wurde. Doch trotz aller Biosicherheitsmaßnahmen: „Offenställe, in denen Puten und auch Pekingenten überwiegend gehalten werden, können nicht hermetisch abgeriegelt werden“, erklärt Dr. Peter Hiller, Fachreferent für Tierzucht und Tierhaltung bei der Landwirtschaftskammer. Nur so nur so sei zu erklären, "dass das hochansteckende Virus von einem Stall zum anderen gelangen kann". Wie allerdings sich am 23. Januar die 34 Tage alten Tiere eines Lastruper  Hähnchenmastbetriebs mit dem Pestvirus infizieren konnten, ist unklar.“

Zwar gibt es Impfstoffe gegen das Geflügelpestvirus – die Anwendung in Deutschland und der EU ist aber verboten. "Denn diese Impfstoffe führen dazu, dass geimpfte und infizierte Tiere nicht mehr voneinander unterschieden werden können: Beide Gruppen weisen Antikörper gegen das Virus auf", erklärt die Landwirtschaftskammer.  Daher sei das Friedrich-Löffler-Institut für Tiergesundheit von der Bundesregierung gebeten worden, einen sogenannten Marker-Impfstoff zu entwickeln. Anhand dieses Präparats mit gentechnischen Markierungen lässt sich dann erkennen, ob ein Tier krank oder geimpft ist.

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