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Geflügelpest grassiert weiter: Neuer Ausbruch in Garreler Putenbetrieb

22.000 Puten mussten am Wochenende getötet werden.  Seit November 2021 waren bereits 8 Betriebe mit knapp 120.000 Tieren betroffen.

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Symbolfoto: M.Niehues

Symbolfoto: M.Niehues

In Garrel hat es einen weiteren Ausbruch der hochansteckenden Geflügelpest gegeben. Der Bestand mit 22.000 Puten musste tierschutzgerecht getötet werden, teilte der Sprecher des Landkreises Cloppenburg am Sonntag mit. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat den Ausbruch amtlich bestätigt. 

Somit sind im Landkreis Cloppenburg seit November 8 Betriebe mit insgesamt 119.700 Tieren (82.000 Puten und 37.700 Enten) betroffen. Davon wurde in einem Betrieb mit 10.200 Puten ein Ausbruch der weniger ansteckenden Variante mit dem Erreger LPAI - H5N3 nachgewiesen.

Um die Fundstelle mit dem positiven Virusnachweis wurden ab heute (27. Februar 2022, 0 Uhr) als Sperrzone eine Schutzzone (ehemals Sperrbezirk) und eine Überwachungszone (ehemals Beobachtungsgebiet) festgelegt. Als Schutzzone wird das Gebiet um den Seuchenbestand mit einem Radius von mindestens drei Kilometern festgelegt. Um die Schutzzone wird mit einem Radius von mindestens 10 Kilometern um den Seuchenbestand eine Überwachungszone  festgelegt. In der gesamten Sperrzone ist die Teilausstallung untersagt.

Geflügelpest ist für Hühner und Puten hochansteckend

Geflügelpest ist für Hausgeflügel hochansteckend und verläuft mit schweren allgemeinen Krankheitszeichen. Bei Hühnern und Puten können innerhalb weniger Tage bis zu 100 Prozent der Tiere erkranken und sterben, teilte der Landkreis weiter mit. Dies führe zu hohen Leiden und Schäden bei den betroffenen Tieren. Die wirtschaftlichen Verluste seien ebenfalls entsprechend hoch. Kranke Tiere scheiden den Erreger massenhaft mit dem Kot sowie mit Schleim oder Flüssigkeit aus Schnabel und Augen aus. Bei direktem Kontakt stecken sich andere Tiere durch Einatmen oder Aufpicken von virushaltigem Material an. Auch Eier, die von infizierten Tieren gelegt werden, können virushaltig sein.

Bei der hochpathogenen Aviären Influenza handele es sich insofern um eine hochansteckende und anzeigepflichtige Viruserkrankung bei Geflügel und anderen Vogelarten, die schnell epidemische Ausmaße annehme, hohe Tierverluste verursache und deren Ausbruch immense wirtschaftliche Folgen für alle Geflügelhalter, Schlachtstätten und verarbeitende Industrien haben könne. Der Landkreis Cloppenburg hat ferner eine tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung zur Anordnung eines Verbots der Wiedereinstallung zum Schutz erlassen.

Geflügelbestände (Truthühner) innerhalb des Gebietes der Gemeinden Bösel, Garrel und Emstek sowie der Städte Cloppenburg und Friesoythe dürfen ab 27. Februar frühestens 30 Tage nach einer Entfernung des Geflügels aus dem jeweiligen Bestand oder der jeweiligen Vogelhaltung oder im Falle leerstehender Gebäude oder Einrichtungen zur Haltung von Vögeln frühestens 30 Tage nach Inkrafttreten dieser Allgemeinverfügung wiederbelegt werden.

Die Geflügeldichte beträgt in den betroffenen Gemeinden deutlich mehr als 500 Stück Geflügel pro Quadratkilometer. So beträgt die Geflügeldichte in der Stadt Friesoythe etwa 18.691,388 Tiere pro Quadratkilometer. 

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