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Gebäude ist nach Explosion nicht mehr zu retten

Nach der Sprengung eines Geldautomaten im Frühjahr 2020 rückten in dieser Woche die Abrissbagger an. Ein festgenommener Tatverdächtiger war aber nicht in Ramsloh beteiligt.

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Abriss in dieser Woche: Das Bankgebäude war nach der Detonation nicht mehr zu retten. Foto: Hellmann

Abriss in dieser Woche: Das Bankgebäude war nach der Detonation nicht mehr zu retten. Foto: Hellmann

Abgerissen wurde in dieser Woche die Filiale der Raiffeisenbank Scharrel an der Hauptstraße in Ramsloh. Am 12. Februar dieses Jahres hatten Bankräuber den Geldautomaten in der Raiffeisenbank in Ramsloh gesprengt und dabei das Gebäude in seiner Statik so stark beschädigt, dass nur noch ein Abriss in Betracht kam. Eine Sanierung des Gebäudes sei wirtschaftlich nicht sinnvoll, hatten Gutachter seinerzeit festgestellt.

Die Bankfiliale der Raiffeisenbank ist bis zur Fertigstellung des neuen Gebäudes in den Räumen der ehemaligen OLB in Ramsloh untergebracht. Wie die Vorstandsmitglieder Guido Reiners und Walter Bockhorst betonen, soll am bisherigen Standort mit dem Ramsloher Rathaus als Nachbar ein neues ortsbildprägendes Wohn- und Geschäftshaus entstehen. Neben der Bankfiliale im Erdgeschoss werden in dem Neubau in den oberen Geschossen auch vier Wohnungen entstehen. „Die Planungen für den Neubau sind nahezu abgeschlossen und der Bauantrag soll in Kürze eingereicht werden“, kündigt Walter Bockhorst an. „Wir wollen auf jeden Fall vor Ort bleiben und unsere Standorte in der Fläche sichern und so hoffen wir umgehend nach dem Winter mit dem Bauvorhaben beginnen zu können um dann im Frühjahr 2022 für unsere Kunden wieder am alten Standort da zu sein“, ergänzt Guido Reiners.

Bankräuber sind immer noch nicht gefasst

Die Bankräuber sind indes immer noch nicht gefasst. Einen Fahndungserfolg verzeichnete dagegen die Polizei in Nordhorn: Im September nahm sie nach der Sprengung eines Geldautomaten im Vorraum einer Commerzbank-Filiale einen der Täter fest. Bei der groß angelegten Fahndung, bei der auch ein Hubschrauber zum Einsatz kam, waren mindestens drei Täter geflüchtet – zwei von ihnen benutzten Motorroller. Einen der Rollerfahrer konnten die Beamten nach der Tat an einem Waldrand fassen.

Mit einem Motorroller waren auch nach der Geldautomatensprengung in Ramsloh die Panzerknacker entkommen. Angesichts des ähnlichen Modus operandi lag für die Ermittler die Überlegung nahe, ob es sich in dem Fall von Nordhorn und in dem von Ramsloh um dieselbe Tätergruppe handeln könnte. Doch nach jetzigem Stand, teilt Marco Ellermann, Sprecher der Polizeidirektion Osnabrück, mit, dass es sich um unterschiedliche Bankräuber handelt. „Aber die Aufhellung der kriminellen Strukturen sowie die Analyse der konkreten Zusammenhänge sind nach wie vor Bestandteil der laufenden Ermittlungen – somit also nicht abschließend“, sagte der Polizeisprecher.

„Der festgenommene Täter stamme aus den Niederlanden . Weitere Informationen zu potenziellen Mittätern können aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit nicht gegeben werden“, sagt Oberstaatsanwalt Dr. Alexander Retemeyer, Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück. Auch er erklärt: „Aus den derzeitigen Ermittlungen haben sich keine Zusammenhänge zwischen der Tat in Nordhorn und der Sprengung eines Geldautomaten im Landkreis Cloppenburg ergeben.“

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