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Gastro-Sterben: Erste Schließungen im Kreis Cloppenburg

In einem Brandbrief macht DeHoGa-Vorsitzender Klaus Fleming  auf die dramatische Situation seiner Branche aufmerksam. In einzelnen Ortschaften werde es voraussichtlich keine Gastronomie mehr geben.

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Foto: Hermes

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Die Lage ist dramatisch und verschärft sich weiter: In einem öffentlichen Schreiben hat der Vertreter der Gastronomie im Kreis Cloppenburg, Klaus Fleming, auf die „existienzielle Notlage“ seiner Branche aufmerksam gemacht. Das befürchtete Gastro-Sterben habe bereits eingesetzt: Wie der DeHoGa-Vorsitzende mitteilt, gibt es erste Betriebsabmeldungen im Landkreis. Mit bitteren Konsequenzen: In einzelnen Ortschaften wie zum Beispiel in Höltinghausen werde es zukünftig voraussichtlich keine Gastronomie mehr geben.  

Mit der Bund-Länder-Runde verbindet Fleming konkrete Erwartungen: Der Verband fordere von der Politik einen klaren Fahrplan mit nachvollziehbaren Kriterien, „was, wann und wie wieder möglich ist“. Die Voraussetzungen für die Öffnungsschritte müssten bundeseinheitlich definiert werden,  Perspektiven für alle Betriebstypen seien dringend erforderlich. „Und wir erwarten Gleichbehandlung mit anderen Branchen“, betont der Cloppenburg Gastronom.

Klaus Fleming. Foto: HermesKlaus Fleming. Foto: Hermes
„Wir brauchen nun endlich positive Signale, die auch unseren Unternehmern wieder Mut und Hoffnung für die anstehenden Frühlings- und Sommermonate machen“Klaus Fleming, DeHoGa-Vorsitzender

Es sei in der Tat ein langer harter Winter gewesen, so wie ihn Teile der Politik angekündigt hätten. „Wir brauchen nun endlich positive Signale, die auch unseren Unternehmern wieder Mut und Hoffnung für die anstehenden Frühlings- und Sommermonate machen“, beschreibt Fleming die überstrapazierten Emotionen seiner Kolleginnen und Kollegen. Die Aussage „es ist 5 vor 12 für die Gastronomie“ stimme schon lange nicht mehr.

Neben den angekündigten Schließungen lebten viele andere Betriebe nur noch von ihren Rücklagen, verdienten inzwischen in anderen Branchen dazu oder haben Partner oder Familie, die Sie unterstützen. Hinzu komme die Problematik, dass viele Teilzeitkräfte aufgrund der langen Schließung andere Jobs angenommen hätten: „Die sind für uns verloren“, befürchtet Fleming.

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Um auf diese wirtschaftlich bedrohliche Situation des Gastgewerbes aufmerksam zu machen und den Forderungen der Branche nach Öffnungsperspektiven Nachdruck zu verleihen, finden zu Wochenbeginn in ganz Deutschland Aktionen der DeHoGa--Mitglieder statt.

Auch der Kreisverband Cloppenburg hat alle Kolleginnen und Kollegen aufgefordert, zu Wochenbeginn ein Grablicht in ein Fenster zu stellen mit einem Textschild „Gastro-Sterben – lange dauert es nicht mehr! Wir brauchen Öffnungsperspektiven!“ Erste Leuchten sind  in der Region bereits zu sehen.

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