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Gasförderung: Ministerium und One-Dyas einig über Eckpunkte

Das unter deutschen Hoheitsgewässern geförderte Gas soll dem deutschen Markt zur Verfügung gestellt werden, heißt es im Entwurf. Bis zu 60 Milliarden Kubikmeter Gas könnten gefördert werden.

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Die Insel Borkum aus der Luft. Foto: dpa/Schuldt

Die Insel Borkum aus der Luft. Foto: dpa/Schuldt

Für die geplante Erdgasförderung in der Nordsee vor Borkum haben sich das niedersächsische Wirtschaftsministerium und das niederländischen Unternehmen One-Dyas auf Eckpunkte verständigt. In dem Entwurf einer gemeinsamen Erklärung ist unter anderem festgehalten, dass das unter deutschen Hoheitsgewässern geförderte Erdgas dem deutschen Markt zur Verfügung gestellt werden soll. "Es soll dort eine Fördermenge von bis zu 60 Milliarden Kubikmetern Gas gefördert werden, zu gleichen Anteilen für die Niederlande wie für Deutschland", sagte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) am Mittwoch in Hannover. "Damit ist Niedersachsen gemeinsam mit den Niederlanden der Eckpfeiler der deutschen und der europäischen Energieversorgung, was den Gasmarkt betrifft."

Über die Erklärung, die der stellvertretende Ministerpräsident zusammen mit One-Dyas-Vorstandschef Chris de Ruyter van Steveninck vorstellte, soll innerhalb der nächsten zwei Wochen im Landeskabinett entschieden werden. Eine abschließende Genehmigung für die Förderung auf niedersächsischer Seite wird damit noch nicht getroffen. Diese erteilt das zuständige Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) nach einem Planfeststellungsverfahren. Frühestens könnte die Gasförderung laut One-Dyas Ende 2024 beginnen.

One-Dyas plant, Erdgas aus einem 2017 entdeckten Feld zwischen den Inseln Schiermonnikoog (Niederlande) und Borkum zu fördern und dafür eine Plattform auf See zu errichten. Das Gebiet liegt nahe dem Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Die rot-schwarze Landesregierung hatte sich im vergangenen Sommer zunächst gegen das Vorhaben positioniert. Angesichts der Unsicherheiten bei der Energieversorgung durch den Krieg in der Ukraine rückte sie von dieser Position ab und sprach sich für eine Neubewertung aus. Umweltverbände, die grüne Landtagsopposition und angrenzende Nordseeinseln fürchten Umweltschäden durch das Vorhaben.

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