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Garreler stehen gut im Wind

Rekordwert: Der örtliche Energiepark hat im vergangenen Jahr 79 Millionen Kilowattstunden ins Netz eingespeist.

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Gutes Ergebnis: Geschäftsführer Andreas Wegmann und Mitarbeiterin Karin Runden präsentierten den Jahresbericht 2019 des Energieparks Garrel.   Foto: Looschen

Gutes Ergebnis: Geschäftsführer Andreas Wegmann und Mitarbeiterin Karin Runden präsentierten den Jahresbericht 2019 des Energieparks Garrel.  Foto: Looschen

Gern hätte Andreas Wegmann, Geschäftsführer des Energieparks Garrel, die Zufriedenheit der 529 Kommanditisten nach seinem Jahresbericht für 2019 an den Gesichtern abgelesen. Das verhinderte Corona. Aus der Gesellschafterversammlung wurde eine Abstimmung per Brief und Fragebogen. Aber auch diese Abstimmung brachte ein eindeutiges Ergebnis: Fast alle Rückmeldungen stimmten den Berichten und Vorlagen zu.

Zur positiven Rückmeldung hatten die Gesellschafter auch allen Grund. 2019 wurde ein Rekordjahr. 79 Millionen Kilowattstunden wurden in das Netz eingespeist. Das waren fünf Millionen mehr, als in der Prognose erwartet. Die höhere Einspeisevergütung bringt den Gesellschaftern statt der erwarteten Rendite von acht Prozent ein Prozent mehr. Für die Einlagen gab es damit eine Rendite von neun Prozent. Diese Höhe wurde möglich, weil das Ergebnis etwa 500.000 Euro höher war als im Vorjahr 2018. Außerdem verfügt der Energiepark Garrel über eine ausreichende Liquidität.

Gemeinde profitiert von Gewerbesteuer

„Mit den elf Windrädern können wir Städte wie Wilhelmshaven oder Delmenhorst versorgen“, verdeutlicht Andreas Wegmann die Menge des Stromes, der in „Rote Erde“ und an der Thüler Straße produziert wird. 1,3 Millionen Euro flossen an Flächenbesitzer und Gesellschafter, allesamt in der Gemeinde wohnhaft. Zu den ausgeschütteten Erlösen kommen weitere 200.000 Euro, die als Gewerbesteuer an die Gemeinde gezahlt wurden.

Auch das Jahr 2020 steht offenbar gut im Wind. Nach einem halben Jahr wurden bereits 60 Prozent der prognostizierten Strommenge eingespeist. Was jetzt noch fehlt, ist die „bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung“. Nach der Installation hat das rote Dauerblinken ein Ende. Nur, wenn sich ein Fluggerät nähert, wird es eingeschaltet. Mit der Installation rechnet Wegmann in der ersten Hälfte kommenden Jahres.

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