Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Ganz smart: Region baut Digitalplattform auf

Die Samtgemeinde Artland will sich als Wirtschaftsstandort stärken. Bald soll es ein lokales Bestell- und Reservierungssystem für die Gastronomie, ein Pendlerportal und einen „Wohnungsmarkt“ geben.

Artikel teilen:
Dr. Adriano Profeta (rechts) überreicht die Ergebnisse der Online-Befragung an Frauke Borgstede und Alexander Pampel. Foto: Witkowski

Dr. Adriano Profeta (rechts) überreicht die Ergebnisse der Online-Befragung an Frauke Borgstede und Alexander Pampel. Foto: Witkowski

Landschaft, Naturraum, Samtgemeinde: Das "Artland" ist all das. Nun will es über eine neue Digitalplattform auch zum Vorbild für andere Kommunen werden. Denn: Das neue Portal will gleichermaßen informieren und viele Dienstleistungen anbieten.

Spätestens im Winter dieses Jahres soll das neue Projekt dabei  technisch umgesetzt werden hofft Alexander Pampel, der im Quakenbrücker Rathaus mit Wirtschaftsförderin Frauke Borgstede für die Umsetzung von "Artland Smart" verantwortlich zeichnet. "Artland Smart" ist als Web-Portal geplant, das für die mobile Nutzung optimiert sein wird. Das Portal wiederum ist Teil der Stärkung des Wirtschaftsstandortes, erklärt Pampel.

Auf der neuen Plattform soll es Informationen für Unternehmen, in der Stadt arbeitende Menschen und die Bürger geben. Bislang sind digital basierte Services in den Bereichen "Gastronomie", (kleinräumiges) "Wohnen" und "Mobilität" (Pendlerportal) geplant. Künftig sollen direkt auf der Plattform auch Dienstleistungen gebucht werden können.

Projektpartner werden jetzt angesprochen

Pampel ist gerade dabei, Projektpartner im Bereich Gastronomie zu werben. Mit einem Reservierungs- und Bestellwerkzeug soll es in Quakenbrücker Betrieben tätigen Menschen möglich sein, ihr Mittagessen in der örtlichen Gastronomie vorzubestellen. Das vermindere die Abhol- und Wartezeiten für die Kunden, und der teilnehmende Betrieb könne Stoßzeiten besser durchplanen, sagt Pampel. Die Resonanz der Gastronomen sei bislang sehr gut. Über die mittägliche Bestellung hinaus gibt es weiteres Potenzial: "Dieses örtliche Reservierungssystem kann man natürlich für jeden Zeitkorridor anbieten, das liegt am Betrieb und wie er sich beteiligen kann und will." Denkbar sei auch die Integration eines Online-Bezahlsystems.

Unter dem Stichwort "Mobilität" vereint "Artland Smart" nicht nur ein Pendlerportal, sondern auch den Verweis auf die Fahrpläne der öffentlichen Verkehrsmittel wie Bus- und Bahnverbindungen. Auch ein "Wohnungsmarkt" für kleinere Wohnräume ist geplant. Damit offeriere man eine schnelle Übersicht etwa für Studenten oder zeitweise in der Stadt arbeitende Handwerker, wo sie sich auf Zeit einmieten können, erklärt Pampel.

Wirtschaftsförderin Borgstede hatte die finanzielle Förderung von "Artland Smart" über das Programm "Zukunftsräume Niedersachsen" in die Samtgemeinde geholt. Im neuen Projektbüro an der Langen Straße in der Quakenbrücker Innenstadt arbeitet nun der eigens für das Projekt angestellte Pampel. Ab Anfang April sind persönliche Termine möglich. Anregungen für Artland Smart sind "jederzeit willkommen", sagt Pampel, der das Projekt auch als Beispiel gebend für weitere Kommunen sieht.

Der jetzigen Projektumsetzung vorangegangen war eine Umfrage des Deutschen Instituts für Lebensmitteltechnik (DIL). Unter der Leitung von Dr. Adriano Profeta erhob Lara Janocha im Herbst 2020 online die Meinungen zu den Themen Digitalisierung, Standortattraktivität oder zu den geplanten Funktionen der Plattform "Artland Smart". An der Befragung nahmen 269 Personen teil, die wichtige Anregungen für die inhaltliche Ausgestaltung der Plattform gaben.

Digitalisierung steigert die Attraktivität eines Standortes – ist das Ergebnis einer Umfrage

Eine weitere Erkenntnis: Fast 75 Prozent der Teilnehmer meinten, dass aus ihrer Sicht eine verstärkte Digitalisierung die Attraktivität des Standortes Quakenbrücks steigern kann. Weniger als die Hälfte der Befragten beurteilten Quakenbrück und Umgebung als attraktiven Standort. Nicht nur "die Corona-Pandemie zeigt, wie wichtig die Digitalisierung für alle ist", so Samtgemeindebürgermeister Claus-Peter Poppe.

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Ganz smart: Region baut Digitalplattform auf - OM online